Bereits der lyrische Titel Rakan Mayasis mythischen Spielfilm-Debüts impliziert, dass die genreübergreifende Geschichte von Blutschuld und buchstäblichen Opfergängen ebenso sehr als sozialrealistische Milieustudie konzipiert ist wie als cineastische Ballade. Eine Saga schicksalhafter Zufälle, erdrückender familiärer Verpflichtung und patriarchalischer Traditionen, die jederzeit und überall die weiblichen Charaktere verfolgen. Dies geschieht wortwörtlich im prologartigen Aufbaus des zentralen Konflikts der im libanesischen Bekaa-Tal angesiedelten Story, die mit der Aufnahme eines brennenden Autos beginnt.