Das Konzept von „Essstörungen“, Fitnessideale, Gruppendynamik oder soziale Funktion von Essen interessieren in Jessica Hausners bizarrer Schul-Sekten-Story noch weniger als psychologische oder ideologische Nuancen. Ethisches Engagement und Systemkritik der jungen Generation werden pauschal pathologisiert, damit verbundene Werte als fatale Erosion eines (vorgeblich) „gesunden“ und „normalen“ Konservativismus dargestellt und demokratische Erziehungsansätze als destruktiv abgeurteilt. Feminismus, Queerness und Nonkonformismus werden mit diesen vorgeblich schädlichen Strömungen assoziiert. Ein heißer Anwärter auf die Goldene Palme - nicht im guten Sinne.
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