Dass Amy Semetz für ihre „zu weibliche“ Perspektive aus dem Regiestuhl geschmissen wurde, macht Sam Levinsons sensationalistische Star-Serie perfekt für Cannes. Die vor heuchlerischer Doppelmoral triefende Inszenierung in trashigem Tabloid-Chic erregt an der sexualisierten Selbstzerstörung der stets knapp bekleideten Protagonistin, die jede Kameraeinstellung objektiviert. Professioneller, partnerschaftlicher und psychischer Missbrauch wird romantisiert, die männliche Perspektive als kreativ überlegen definiert. Eine von schrillen Stereotypen bevölkerte Männerphantasie, deren zynische Zeitkritik zutiefst regressiv ist.
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