Erwähnungen
Videospiel "Castlevania: Belmont’s Curse" im Test
Von siBBe in "Castlevania: Belmont’s Curse" - Videospiel - Test / Review
am Sonntag, 01 November 2026, 15:23 Uhr
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Story
Im Jahre 1499 versinkt die Stadt in Flammen, während monströse Kreaturen plötzlich aus den Schatten auftauchen. Trevor Belmont, der Held, der Dracula besiegte, betritt die brennenden Straßen mit seiner Tochter Rose Belmont. Bewaffnet mit dem Vampirkiller, der legendären heiligen Peitsche, jagen sie die aus dem Schloss strömenden Bestien. Schon bald wird Rose in eine düstere Verschwörung verwickelt. Kann sie Paris vor der Zerstörung retten?
Kritik
1987 erschien das erste Castlevania auf dem Nintendo Entertainment System (NES). Seitdem gab es zahlreiche Fortsetzungen und Prequels für verschiedene Plattformen und sogar eine gleichnamige animierte Serie auf Netflix. Das Franchise ist also nach wie vor populär, wenn auch vermutlich eher bei Spielern älterer Semester. Und die mussten nun mehrere Jahre auf Nachschub warten, den es jetzt mit Castlevania: Belmont’s Curse von Konami endlich wieder gibt. Wir haben die Peitsche gegen Horden von Untoten auf der Playstation 5 geschwungen und dabei jede Menge Spaß gehabt.

Castlevania: Belmont’s Curse spielt im mittelalterlichen Paris des Jahres 1499 und knüpft an die Ereignisse von Castlevania III: Dracula's Curse an. Wir schlüpfen in die Rolle von Rose Belmont, Tochter des legendären Vampirjägers Trevor Belmont, die sich einer ausbreitenden Monsterplage entgegenstellen muss. Als 2D-Sidescroller geht es in waschechter Metrovania-Manier quer über eine riesige Map, die uns in verschiedene Gebiete mit eigenen Gefahren, Geheimnissen und Gegnern führt.
Dabei erkunden wir in den rund 15-20 Stunden Spielzeit genretypisch schick gestaltete Orte wie Katakomben, Friedhöfe bis hin zu Draculas Schloss, müssen knifflige Geschicklichkeitspassagen überstehen, die sehr anspruchsvoll ausfallen können, und stellen uns Gegnern und Bossen entgegen, deren Angriffsmuster genau einstudiert werden wollen. Um unsere Chancen zu verbessern, schalten wir mit der Zeit neue Zauber und Fähigkeiten frei, steigern unsere Lebenskraft sowie unseren Mana-Vorrat und finden auch immer bessere Waffen (z. B. Doppelklingen, Peitschen, Breitschwerter, Faustwaffen, Lanzen und Schilde), wodurch unsere Kampfkraft steigt und wir in den einzelnen Gebieten immer tiefer vordringen können. Denn zu einem Metrovania-Spiel gehört auch eine gewisse Portion Backtracking, da zuvor unerreichbare Ziele erst später besucht werden können.

Durch das Sammeln von XP steigen wir zudem immer weiter in Stufen auf und verbessern damit unsere Angriffs- und Verteidigungswerte. Und mit bis zu drei auswählbaren Artefakten erhalten wir auch noch nützliche Boni. Castlevania: Belmont’s Curse bietet also einige Möglichkeiten, seinen Charakter zu formen und zu verbessern. Kein komplexes System, aber ein gut funktionierendes und für das Genre passendes.
Damit ein Metrovania wirklich Spaß macht, müssen vor allem drei Dinge stimmig ausfallen: Die Spielwelt muss zum Erkunden einladen und interessant ausfallen, die Geschicklichkeitspassagen müssen fordernd, aber fair gestaltet sein und sich gleichzeitig mit einer angenehmen Steuerung bewältigen lassen und das Kampfsystem muss motivierend bleiben und sich gut anfühlen. Castlevania: Belmont’s Curse schlägt sich in allen drei Disziplinen wirklich gut und hält Spieler bis zum Ende gut bei der Stange. Von einem angestaubten Franchise kann also nicht die Rede sein, die Entwickler von Evil Empire (von denen zuletzt The Rogue Prince of Persia sowie die DLCs zu Dead Cells erschienen) haben die einzelnen Mechaniken gekonnt implementiert.

Auch in Sachen Präsentation ist Castlevania: Belmont’s Curse absolut gelungen. Die gezeichnete und hübsch animierte Grafik mag gegenüber dem früheren Pixel-Look zunächst etwas fremdartig wirken, dürfte einem aber sehr schnell ans Herz wachsen. Das Ganze ist liebevoll designt und bietet reichlich fürs Auge.
Fazit
Mit "Castlevania: Belmont’s Curse" kehrt die legendäre Reihe auf kraftvolle Weise zurück und begeistert mit toller Präsentation, gelungenem Gameplay und einer spannenden großen Spielwelt voller Geheimnissen und Gefahren, in die man sich für mehrere Stunden gern verliert.
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