Coming-of-Age-Story und Migrations-Chronik verknüpfen sich in Itab Azzams und Jack MacInnes Langzeit-Doku zu einem einfühlsamen Bild einer Jugend zwischen zwei verschiedenen Formen von Heimat. Welche davon diejenige wird, in der die junge Protagonistin Isra’a sich dauerhaft niederlässt, bleibt ungewiss in der behutsamen Beobachtung kindlicher Resilienz und erwachsener Sehnsüchte. Ein Jahrzehnt begleitet das Regie-Duo die in Syrien geborene Hauptperson auf der gefährlichen Flucht nach Europa und Jahre später zurück in ein Heimatland, das vertraut und fremd zugleich ist.