Umso weiter Rachel Tarparjans intimes Dokumentar-Debüt, dessen Weltpremiere im Wettbewerb von CPH:DOX läuft, die verschütteten biografischen Spuren ihrer leiblichen Mutter und Geschwister ausgräbt, umso drängender wird die Frage nach der Art des implizierten familiären Traumas. Ist es Trennung oder Verbundenheit, Unklarheit oder Erkenntnis? Mehr noch, ringt die britisch-rumänische Regisseurin vor und hinter der Kamera tatsächlich mit generationsübergreifendem Schmerz oder nicht eher mit einem moralistischen Makel?