Erwähnungen
Jahresrückblick 2025 - Tiger
Von siBBe in Der große Jahresrückblick der MB-Redaktion 2025
am Mittwoch, 31 Dezember 2025, 13:00 Uhr
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MEINE TOP 10 FILME 2025:
1. Better Man
Das war mein Eindruck kurz nach der Sichtung: !"Dieser Film ist eine Offenbarung. "Better Man" ist intensiv, roh und authentisch. Es ist das beste Biopic, das ich je gesehen habe! Ich liebe einfach alles an diesem Film, angefangen mit Robbies Lebensgeschichte bis hin zu der exzellenten Performance und wunderschönen Musik!"
2. Caught Stealing
"Was für ein genialer Film, der immer mehr an Fahrt aufnimmt und mit überraschenden Wendungen, roher Gewalt, großartigen Darstellern und schwarzem Humor überzeugt! Spannend, unterhaltsam und unglaublich lebendig. Ein Volltreffer!" Was mir an "Caught Stealing" besonders gut gefällt, sind die abgefahrenen Gewaltszenen und der Humor, der dahinter steckt. Das ist genau mein Ding. Ich liebe diesen Film!
3. A Real Pain
" A Real Pain" hat mich sehr beeindruckt. Es ist einer von diesen Filmen, in denen an sich nicht viel passiert, doch das, was da passiert, ist derart tiefgründig und einzigartig, dass man sich vor Jessie Eisenberg und Kieran Culkin verneigen muss. Ein originelles Drehbuch und großartige Schauspieler, die diese schmerzvolle Geschichte auf so eine charmante und besondere Art zum Leben erweckt haben.
4. Mr. Nobody against Putin
„Mr. Nobody against Putin“ ist eine Enthüllungsdoku über die alptraumhaften Zustände an einer russischen Grundschule, an der Granaten-Weitwurf, Marschieren und Schießen zum Alltag der Kinder gehören. In dieser Doku wechseln sich glückliche, traurige und bizarre Momente ab, die von einem Leben erzählen, das stark an den UdSSR-Alltag der 80er Jahre erinnert. Talankin und Borenstein haben ein hervorragendes Gespür für die richtige Atmosphäre und erschaffen ein wichtiges und bedeutsames Zeitzeugnis, das zu den dunkelsten Kapiteln von Russlands Geschichte gehört. Herzzerreißend und emotional berichtet diese Doku über Kinder ohne Zukunft, die von einem Tyrannen in den Krieg geschickt werden.“
Diese Doku ist übrigens im Rennen für die Oscarverleihung.
5. Bad Shabbos
Was für ein gigantisches Gag-Feuerwerk! „Bad Shabbos“ ist ein witziger, unterhaltsamer und charmanter Film über Familienzusammenkunft am Schabbat. Mit Culture Clash-Elementen, spannenden Wendungen und lustigen Dialogen spielt sich der Film in die Herzen seiner Zuschauer und ist völlig zu Recht ein Publikumsliebling.
6. Bad Genius
„Bad Genius“ ist ein wahrer Geniestreich, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Während man zu Beginn noch glaubt einen gewöhnlichen Teeniefilm vor sich zu haben, wirft man im späteren Verlauf des Films alle Vorurteile über Bord und lässt sich vom rasanten Tempo einfach mitreißen. Man erlebt selten einen Film, der nicht nur die moralischen Fragen aufwirft, sondern auch mit seiner Gesellschaftskritik einen Volltreffer landet, während er eine gewöhnliche Prüfungssituation in einem mitreißenden Thriller inszeniert.
7. Juror #2
Es ist in der Tat selten, dass ein Gerichtsprozess so spannend und unterhaltsam in einem Film dargestellt wird. Teilweise erinnert Juror #2 an "Die zwölf Geschworenen" und macht einfach nur Spaß. Und das Beste daran ist, dass jeder Zuschauer sich selbst fragen kann, was er wohl an der Stelle des Geschworenen Nummer 2 tun würde …
8. Final Destination 6
Ich mag alle Final Destination Teile, aber Teil 6 ist für mich einer der besten Teile der Reihe, weil vieles an diesem Film sehr überraschend ist und, weil ich viel gelacht habe. Hier werden die Figuren nicht einfach nur gekillt, sondern die Kills kommen so gut und so witzig daher, dass es fast schon wie eine Komödie wirkt. Einfach nur cool!
9. Dracula: A Love Tale
Düster, romantisch und wunderschön. Das ist ein echter Liebesfilm und er erzählt von der Liebe, die so einzigartig und schön ist, dass man sich nicht davon abwenden kann. Bildgewaltig, emotional und hervorragend inszeniert und gespielt. Ich glaube, ich habe meinen neuen Lieblingsfilm mit Vampiren gefunden!
10. The Running Man
Ich mag das Buch und ich finde die Verfilmung ziemlich gelungen. „Running Man“ gehört auf jeden Fall zu den Filmen, die ich mir immer wieder gerne ansehen würde, übrigens genauso wie das Original mit Schwarzenegger. Es wird geballert, es wird gerannt und das Tempo ist recht zügig. Viel besser als die Filme, in denen die Figuren einen zu Tode quatschen. Glen Powell ist meines Erachtens ein würdiger Nachfolger von Arnold. Zumindest in diesem Film.
MEINE 5 ENTTÄUSCHENDSTEN FILME 2025:
1. Mission: Impossible - The Final Reckoning
Während der Sichtung im Kino hatte ich wegen der inflationären Verwendung des Wortes „Die Entität“ das Bedürfnis auf die Leinwand einzuschlagen. Dieser Film ist eine echte Geduldsprobe. Im Grunde kann man sich nur die halbe Stunde am Anfang und die halbe Stunde am Ende ansehen. Zwischendurch gibt es nur gähnende Langeweile, dabei war der Vorgängerfilm so gut. Gerade deswegen waren wir so enttäuscht.
2. We Live in Time als Enttäuschung zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung des Jahrhunderts. Der Film strotzt nur so vor veralteten männlichen Ansichten über eine perfekte „romantische Beziehung“. Es passiert selten, dass ich eine Hauptfigur des Films hasse, aber die männliche Hauptfigur ist für mich echt das Letzte. Seine Frau stirbt bald und sie wünscht sich nichts Sehnlicher als etwas in ihrem Leben zu erreichen und ihr Mann ist wütend auf sie und fragt sie, warum ihr die Rolle als Mutter nicht ausreicht? Wie kann sie es nur wagen, an die eigene Karriere zu denken? Außerdem wollte sie überhaupt keine Kinder haben und es war aufgrund von einer Vorerkrankung lebensgefährlich für sie und der Typ setzt sie so lange unter Druck bis sie seine Brut auspresst. „We live in time“ ist wirklich ein gefährlicher Film, weil er Frauen unterschwellig vermittelt, dass die Manipulation durch einen Mann eigentlich Güte und Liebe ist. Weiterhin vertritt der Regisseur offenbar die weitverbreitete Ansicht, dass eine Frau, die sich gegen das Kinderkriegen entscheidet, jederzeit ihre Meinung ändern kann, wenn man nur lange genug auf sie einwirkt. Was auch noch absolut lächerlich ist, ist das Frauenbild, das hier vermittelt wird, als hätten wir wieder 1950.
Achtung Spoiler!
Statt angesichts ihres bevorstehenden Todes die Welt zu bereisen oder Ähnliches, geht sie einmal auf den Rummel. So verbringt sie ihre „wundervollen“ letzten 6 Monate ihres Lebens. Der Einzige, der hier wirklich das bekommt, was er will, ist ihr Mann. Er wollte eine Familie und jetzt hat er eine. Seine Frau ist zwar tot, aber was soll’s, dann kann er der nächsten Frau einfach seine traurige Geschichte erzählen. What a fuck?
3. Die Akademie
Leider lief der Film in der Überraschungspremiere und es war keine Freude sich diesen pseudointellektuellen „künstlerisch wertvollen“ Erguss anzusehen. Wieso bekommen solche Filme eigentlich in Deutschland eine Geldförderung? Was für eine Verschwendung!
4. Der Brutalist
Man fragt sich, was schlimmer ist, "Der Brutalist" oder die peinliche überlange Oscarrede von Adrien Brody. Wenn man auf selbstverliebte Schauspieler steht, die sich bei ihrem Schauspiel zugunsten des Films nicht zurücknehmen können, dann ist man bei "Der Brutalist" gut aufgehoben. Dieser Film und auch die schauspielerische Leistung von Brody werden völlig überbewertet. "Der Brutalist" inszeniert seine Figuren zu sehr nach dem Schema: „Das sind die Guten und das sind die Bösen.“ Ich persönlich empfand diese Einordnung als nicht differenziert genug. Vor allem, weil die männliche Hauptfigur noch so schlechte Dinge tun konnte und trotzdem insgesamt eher als gut und bemitleidenswert dargestellt wurde. Der Film hat mich zu keinem Zeitpunkt abgeholt. Oscar hin oder her, aber "Der Brutalist" war mein persönlicher Horror im Kino. 3 Stunden und 35 Minuten lange Qual!
5. Niki de Saint Phalle
Und wieder eine Überraschungspremiere, die anstrengend und teilweise verstörend war und das, obwohl Charlotte Le Bon ihre Rolle eigentlich sehr gut gespielt hat. Nur leider machte es den Gesamteindruck nicht besser. Man muss sich wirklich für diese Thematik und insbesondere für die Künstlerin interessieren, um mit diesem Film etwas anfangen zu können.
MEINE 10 MOST WANTED FILME 2026:
Scream 7
Marty Supreme
Ready or Not 2
Michael
28 Years Later: The Bone Temple
Scary Movie 6
The Housemaid
Wuthering Heights – Sturmhöhe
Send Help
Toy Story 5
MEIN SERIENJAHR 2025:
Mein Serienjahr 2025 bestand aus Retro-Serien, die ich mir gerne angesehen habe: Friends, Charmed, Inspektor Fowler, Die nackte Pistole.
Aktuelle Serien: Aus Mangel an Beweisen, The Morning Show, Based on a true Story, The Walking Dead: Daryl Dixon, Landman, Ich bin Dagobert.
Filmklassiker, die ich 2025 erstmals gesehen habe:
Unter anderem Scareface.
Es wurde aber auch Zeit, dass ich mir diesen Filmklassiker endlich ansehe und was soll ich sagen: Ich liebe „Tony Montana“. Was für eine geniale Figur! Cooler Film.
BESONDERE ERWÄHNUNGEN:
Beste Buchverfilmung des Jahres: The Long Walk gehört für mich zu den besten Buchverfilmungen des Jahres und der einzige Grund, warum dieser Film nicht auf meiner Topliste landet, ist die Tatsache, dass ich das Ende nicht mochte. Paradoxerweise liebe ich die meisten Änderungen, die der Film im Vergleich zum Buch aufzeigt, nur das Ende mag ich persönlich einfach nicht. „Todesmarsch“ ist mein Lieblingsbuch von King und alles, was sonst geändert wurde, hat seine Daseinsberechtigung, aber nicht das Ende. Ich mag das Ende im Buch viel mehr, weil es trotz der vielleicht eindeutigen Botschaft irgendwie noch einen Funken Hoffnung lässt, dass es eventuell genauso ausgeht, wie man es sich gewünscht hat. Der Film zerstört diese Hoffnung nun vollständig. Ansonsten habe ich den Film sehr gemocht und fand ihn durchgehend spannend. Mir gefiel auch, wie ungeschönt und kompromisslos die Tötungen dargestellt wurden und auch, dass Ray Garraty insgesamt sympathischer als im Buch gezeichnet wurde.
Schönster Rachefilm: Sisu: Road to Revenge
Mein Eindruck nach der Sichtung: „So wortkarg und so bildgewaltig. Rache kann so wunderschön sein!“
Mein persönliches Highlight des Jahres: Interview mit dem Regisseur und Drehbuchautor von Zoomania 2 Jared Bush
FAZIT:
Ich habe dieses Jahr einige Filme gesehen, die mir wirklich gut gefallen haben. Deswegen bin ich absolut zufrieden. Mein Vorsatz fürs neue Jahr lautet: Noch öfter ins Kino gehen.
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