Ein weißer Deutscher irrt auf der Spur eines Jungen auf einem mysteriösen Foto durch Indien, dessen gesellschaftspolitisches Klima und Einzelschicksale sich mit Hilfe der Identifikationsfigur einer westlichen Zuschauerschaft erschließen sollen. Derartige plumpe dramaturgische Verrenkungen werfen ein enthüllendes Licht auf das mangelnde Vertrauen der Regisseurin in ihre Story. Diese strotzt vor rührseligen Klischees und holzschnittartige Figuren, geneigt, Vorurteile über den Schauplatz und dessen komplexe Sozialstrukturen eher zu verschärfen als aufzulösen.
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