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Videospiel "Reanimal" im Test

siBBe

Von siBBe in "Reanimal" - Videospiel - Test / Review

Videospiel "Reanimal" im Test Bildnachweis: © Tarsier Studios / THQ Nordic

Story

In diesem Koop-Horror-Adventure spielt ihr Bruder und Schwester, die gemeinsam durch die Hölle gehen, um ihre verschollenen Freunde zu retten. Ihr müsst zu Wasser im Boot und an Land euren Verstand einsetzen, um zu überleben, und zusammenarbeiten, um einer höllischen Insel und einem dunklen Geheimnis aus eurer Vergangenheit zu entfliehen.

Kritik

Mit ihren beiden gelungenen Little Nightmares-Spielen haben sich die Tarsier Studios unter Horrorfans längst einen Namen gemacht. Zwar erschien letztes Jahr auch ein dritter Teil, der war jedoch von einem anderen Entwicklerstudio. Woran lag's?  Tarsier Studios wurde 2019 von der Embracer Group aufgekauft, während die Rechte der Marke bei Bandai Namco Entertainment geblieben sind. Daher kam es für die Reihe zum Studiowechsel und für Tarsier Studios zur Suche nach einem neuen Projekt. Dieses nennt sich Reanimal, ist aber trotz des neuen Namens in seiner Art genau das, was man von einem geistigen Nachfolger eines weiteren Little Nightmares erwarten würde. Wir haben das Spiel auf der PS5 Pro getestet. 

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Wir steuern eines von zwei namenlosen Kindern durch eine düstere Albtraumwelt auf der Suche nach verlorenen Freunden. Gespielt wird entweder allein (dann übernimmt die KI die zweite Figur) oder im Koop (geht per Friend's Pass auch online, nur eine Person muss das Spiel besitzen). Beide Modi funktionieren gut und haben je nach Präferenz ihren eigenen Reiz. Dabei erwartet den bzw. die Spieler wie gewohnt ein Mix aus Geschicklichkeitspassagen, Erkundung, Schleichabschnitten und Puzzles. Spielerisch besonders anspruchsvoll war das Ganze zuvor schon nicht und ist es auch jetzt nicht, gut und teilweise auch kreativ gestaltet sind die einzelnen Bereiche aber auch so. Reanimal bleibt mit seiner Spielweise zugänglich für ein breites Publikum, bietet faire Rücksetzpunkte an und dürfte kaum überfordern. 

Seinen Reiz bezieht das Spiel vor allem aus einer anderen Quelle, nämlich der unglaublich dichten Atmosphäre. Die düstere Welt ist liebevoll gestaltet und leistet, ohne alles zu erklären, ein tolles environmental storytelling. Mal schleichen wir uns durch ein gespenstisches Kino, dann durch einen dichten Wald oder eine abgelegene Schweinefarm – für Abwechslung haben die Entwickler in jedem Fall gesorgt und schmücken die Szenerie mit vielen sehenswerten Details aus. 

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Auch wenn uns hier keine blutige Schlachtplatte erwartet, ist Reanimal dennoch ein Horrorspiel, das – trotz eines gewissen Niedlichkeitsfaktors – nicht für Kinder gedacht ist. Dazu ist das Geschehen dann doch zu verstörend, brutal und morbide. Diesen gelungenen Stilmix, zwischen schierer Unschuld und Monströsität zu springen, haben die Tarsier Studios in jedem Fall auch (weiterhin) bestens drauf. 

Reanimal mag zwar ein sehr linear aufgebautes Spiel zu sein, erlaubt uns aber auch immer wieder, mal abseits des Hauptpfades auf Erkundung zu gehen und so kleine Geheimnisse aufzuspüren. Das sind unter anderem neue Masken für unsere Spielfigur (also Cosmetics) oder andere Objekte, mit denen wir auch ein geheimes Ende freischalten können, sodass sich ein offenes Auge auch durchaus lohnt. Mit einer Spielzeit von etwa sechs Stunden ist das Abenteuer aber dennoch kein besonders langes und damit gut und gern an zwei Abenden beendet. Ob man das nun positiv oder negativ bewerten möchte, hängt wieder von der persönlichen Einstellung ab. Sicher ist aber: Die sechs Stunden werden durchgehend unterhaltsam und gut ausgefüllt, ohne je Leerlauf zu erzeugen. 

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Technisch läuft Reanimal in seinen beiden Modi (Performance und Grafik) auf der PS5 Pro sehr sauber, Bugs oder Probleme sind während des Testens nicht aufgefallen. Grafisch macht das Spiel dabei durchaus einiges her, die Gestaltung der Welt ist visuell äußerst gelungen ausgefallen. Und auch der Sound hinterlässt ein durchgehend positives Bild und trägt zur hervorragenden Atmosphäre bei. 


Fazit

Nach ihren beiden "Little Nightmares"-Spielen liefern die Tarsier Studios mit "Reanimal" erneut ein schaurig-schönes, verstörendes Horrorspiel ab, das vor allem aus atmosphärischer Sicht die Muskeln spielen lässt. 

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