„Es ist ein ständiger Kampf.“, sagt Selina Miles im Interview über ihre entschlossene Doku, die im internationalen Dokumentarfilm-Wettbewerb von Sundance ihre Premiere feiert. Unebene Dramaturgie verwässert jedoch die bittere Erkenntnis, dass der Backlash gegen die #MeToo-Bewegung deren scheinbare Errungenschaften umkehrt. Der sich an Jennifer Robinsons 2023er Sachbuch „Silenced Women“ orientierende Aufbau verliert sich wiederholt in emotionalen Momenten und schwankt unentschlossen zwischen Pragmatismus und Optimismus. Nur bedingt erschließen Archivmaterial und Interviews die gezeigten Gerichtsprozesse als Symptome einer beunruhigenden Entwicklung deligitimierter Fakten, die über die dringliche Thematik hinausreicht.
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