Dass Efraín Mojica und Rebecca Zweig den Titelbegriff nie konkretisieren, verweist auf den impressionistischen inszenatorischen Ansatz. In seiner subjektiven und kollektiven Vielschichtigkeit entzieht sich der Mythos des Jaripeo einer didaktischen Definition. Surreale Szenen und verspielte Vignetten akzentuieren die Erotisierung und Ironie, mit denen die queere Jaripeo Szene den archaischen Mustern der Rodeo-Kultur begegnet. Emilia Ezeta und Marton Radics experimentelles Score mixt elektronische Klänge mit Elementen des Norteño zu einer kongenialen Klangkulisse. Cinéma vérité, körniges Super-8-Format und schwärmerische Stilisierung dienen als formale Indikatoren des fließenden Übergangs von Erinnerung, Begehren und Traumwelt.
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