Wenn der naive Hauptcharakter seiner zukünftigen Freundin die musikalischen Anleihen ihres entstehenden Musikstücks aufzählt, wirkt das wie ein unbewusstes Eingeständnis der generischen Gangart Daniel Rohers Spielfilm-Debüts. Von den flapsigen Dialogen über die kauzigen Charaktere bis zu den ironischen Intermezzi mit New Yorks pseudo-kultivierter Elite ist das gefällige Gaunerstück ein Konglomerat aus bewährten Tropen und Klischees. Die meisten davon sind so angestaubt wie die Gender-Bilder, die sämtliche weiblichen Figuren in fürsorglichen oder dekorativen Rollen marginalisieren. Charmantes Schauspiel und trockener Humor überspielen nur bedingt die dramaturgischen Dissonanzen.
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