Feines Gespür für die Parallelen von prägenden Genre-Werken und Gegenwartskino, stimmungsvolle Stilismen und trockener Witz verleihen Noah Segans tragikomischer Gauner-Geschichte den altmodischen Charme eines vergessenen Klassikers. Ein solcher ist auch der abgebrühte Taschendieb, dem die kondensierte Story bei seinem letzten Coup begleitet. Das exzellente Ensemble besteht nicht zufällig aus Darstellenden, die sonst meist Nebenrollen spielen. Solche realen Spiegelungen sind zugleich humorvolle Reflexion und Vertiefung der gesellschaftlichen Hierarchien im Hintergrund der melancholischen Handlung. Jene balanciert geschickt Sentiment und Sarkasmus, Romantik und Realismus in ihrer zartbitteren Hommage an cineastische und städtische Mythen.