Die Frage, wie Südafrikas umstrittene Elite-Universität Stellenbosch mit dem rassistischen Erbe umgeht, verweist unfreiwillig bereits auf die verzerrte Perspektive Fabienne Steiners dokumentarischer Image-Kampagne. Rassismus ist an Stellenbosch kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein aktuell, dringliches Problem. Doch die Inszenierung negiert das ebenso systematisch wie den am irreführend idyllisch erscheinenden Schauplatz grassierenden Sexismus und Queerfeindlichkeit. Die Diskrepanz zwischen alarmierenden Berichten von den Zuständen an der Uni und der filmischen Vision ist so drastisch, dass man sich unwillkürlich fragt, woher die Produktionsgelder kommen.
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