Selbstsuche, Spiritualität und Sozialstatus markieren das thematische Spannungsfeld Andrea Suwitos kontemplativen Dokumentarfilms, der den psychischen Konflikt zwischen geistiger und gesellschaftlicher Identität vor dem Hintergrund fundamentalen kulturellen Umbruchs untersucht. Der wachsende Einfluss westlicher Strukturen in einem Kulturkreis, dessen uralte Konzepte von Gender vielseitiger sind als das rigide binäre Konstrukt von männlich und weiblich, konfrontiert die emotional zerrissene Hauptfigur mit existenziellen Fragen um Akzeptanz, Autonomie und Assimilation.