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Quelle: themoviedb.org

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Chromeskull: Laid to Rest 2“ setzt exakt an jener Stelle fort, an der Teil Eins vor drei Jahren so unrühmlich zu Ende gegangen ist. Der Killer Chromeskull liegt mit weggeätztem Gesicht und eingeschlagenem Schädel, offensichtlich mausetot, am Boden, nur um im nächsten Moment von ominösen Helfern, angeführt von Preston (Brian Austin Green), wiederbelebt zu werden. Die zwei Überlebenden aus Teil Eins flüchten in der Zwischenzeit in ein Motel, wobei die eigentlich Interessantere der Beiden (das namenlose Mädchen, im Erstling noch durch Bobbi Sue Luther dargestellt) innerhalb von knapp fünf Filmminuten dahingerafft wird. Danach verliert sich der Film in diversen äußerst brutalen Morden, die sowohl von Chromeskull als auch von seinem Oberhelferlein Preston, der ihn zwar offenkundig bewundert, aber von ihm nicht als gleichwertig akzeptiert wird, ausgeführt werden. Der Rest der Handlung enthält wieder etliche Spielereien mit der Schultervideokamera des Killers, ergibt trotzdem wenig Sinn und trägt weder zur wirklichen Erklärung der Hintergründe der Bluttaten, noch zum Aufbau eines Mythos rund um Chromeskull bei.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Mordende Chrommaske die Zweite

Das Krux mit reinrassigen (Horror-)Sequels ist, dass sie nur in den seltensten Fällen die Qualität ihres Vorgängers erreichen, geschweige denn diesen jemals übertreffen. Zumeist versuchen die verantwortlichen Produzenten und Regisseure lediglich das Erfolgsgeheimnis des Erstlings zu extrahieren und dieses Grundgerüst, nur marginal verändert, ein weiteres Mal auf das Publikum loszulassen, um, mit wenig Aufwand und Risiko, erneut den Geldhahn aufdrehen zu können. Innovationen oder gar Verbesserungen sind dabei ganz offensichtlich nicht vorgesehen und vor allem im Horrorsektor ein rotes Tuch. Im Fall von „Chromeskull: Laid to Rest 2“, der Fortsetzung des 2009er Slashers von Regisseur Robert Hall, bedeutet das im Detail eine höhere Anzahl an brutalen Morden, die durch noch mehr Blut, Freude am Voyeurismus und Nihilismus gekennzeichnet sind, bei gleichbleibend mieser Story und deutlich schlechteren Darstellerleistungen. Das wiederum ist, so viel sei bereits vorweg genommen, einfach viel zu wenig, um über eine Laufzeit von knapp 90 Minuten durchgehend unterhalten zu können.

Aufgeschlitzte Münder, zerschnittene Mädchenkörper, entstellte Gesichter und meterlange Blutspuren am Boden einsamer Lagerhallen, das alles garniert mit glitzernden Messern und zwei furchtbaren Killern mit ausgefallener Maskierung. Was will der Horrorfan mehr? Wie wäre es zur Abwechslung mit einer zusammenhängenden, Sinn ergebenden, alles umspannenden Storyline, vernünftigen Hauptdarstellern und nennenswerten Abweichungen vom bereits hundertfach durchexerzierten Schema F des Slasher-Films? „Chromeskull: Laid to Rest 2“ ist eine jener Produktionen, die sich ausschließlich über ihre zur Schau gestellte Brutalität definieren und daher im Grunde ebenso langweilig wie entbehrlich sind. Neben völlig vom eigentlichen Geschehen losgelösten Lückenfüller-Sequenzen und unmotivierten Handlungssprüngen, wirkt vor allem das beständige Overacting aller Beteiligten wie eine unfreiwillige Parodie des Genres. Vom durchaus gelungenen und außerordentlich atmosphärischen Slasher-Vergnügen des Erstlings ist Chromeskulls zweite Mission folglich meilenweit entfernt.

Den einzig wirklich positiv erwähnenswerten Aspekt des Streifens stellt - ebenso wie bereits beim vorangegangenen Teil - die ausgesprochen kreativ gorige Umsetzung der Chromeskull-Morde dar. Hier wurde erneut sehr viel Zeit in Maske und visuelle Effekte investiert, wobei Robert Hall und Konsorten einige Male durchaus über das äußerst blutige Ziel hinausgeschossen sind - was Realismus und Glaubwürdigkeit betrifft. Vor allem für die Damen und Herren der öffentlich geduldeten Bundeszensurbehörde in Deutschland (BPjM) waren nahezu alle dieser Sequenzen (welche - wir erinnern uns - den einzigen Reiz des gesamten Spektakels ausmachen) zu brutal, wodurch der Film auf dem Operationstisch gelandet ist und für die FSK 18 Version immerhin sensationelle neun Minuten Material lassen musste. Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass „Chromeskull: Laid to Rest 2“ in dieser Version absolut unbrauchbar ist. Daher bezieht sich diese Review auch auf die amerikanische Unrated-BluRay von Image Entertainment und nicht auf die gekürzte deutsche Fassung von I-On New Media, die, wie jede gekürzte Version, nicht einmal 0% verdient hätte.

Fazit

Chromeskull: Laid to Rest 2“ ist in der ungekürzten Fassung zumindest ein goretechnisch passabel umgesetztes Sequel, das jedoch nicht im Geringsten an die Qualität des Erstlings anschließen kann. Das liegt vor allem an den wirklich miesen schauspielerischen Leistungen, der äußerst öden Inszenierung, der fehlenden bedrohlichen Atmosphäre und der Tatsache, dass die Story des Streifens, die Robert Hall lediglich um einen Pseudobackground erweitert hat, im Endeffekt trotzdem nur eine schlechte Kopie des Erstlings darstellt. Eigentlich nur für Blut-Aficionados und Allesverwerter zu empfehlen

Autor: Christoph Uitz

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