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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Der junge Koch Mehdi lebt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch im Bistro, kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – doch abends spielt er vor seiner traditionsbewussten algerischen Mutter Fatima den „perfekten Sohn“. Dumm nur, dass in dieser Rolle weder Léa noch Mehdís große Liebe zur französischen Gastronomie vorgesehen sind. Als Léa endlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, bleibt Mehdi kaum Zeit zum Nachwürzen, Umrühren oder Ausweichen. Unter Druck greift er zur schlechtesten aller Lösungen – und löst damit eine Kettenreaktion aus, bei der Missverständnisse schneller heißkochen als Couscous.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Culture-Clash-Komödien üben auf die Zuschauer eine große Faszination aus, weil sie sich mehrerer Klischees bedienen und immer noch so viel Wahrheit in sich enthalten, dass man sich zumindest vorstellt, dass die eine oder andere Szene sich so oder so ähnlich im echten Leben abspielen könnte. Genau mit solchen Klischees arbeitet Couscous und Geheimnisse. Der Film erzählt die Geschichte eines algerisch-französischen Kochs (Younès Boucif, Die Magnetischen), der große Angst davor hat, seine Freundin (Clara Bretheau, Forever Young) seiner Mutter (Malika Zerrouki, My Everything) vorzustellen, weil seine Freundin nicht aus seinem Kulturkreis stammt. Diese Geschichte hat viel Potenzial für eine lustige Komödie, weil die Mutterfigur übertrieben wehleidig ist und bei der kleinsten Aufregung fast tot umfällt, während ihr Sohn einen Eiertanz aufführt, um seine liebe Mama glücklich zu machen. Doch Mama ist nicht die einzige Frau in seinem Leben, die glücklich gemacht werden muss. Auch seine Freundin duldet keinen Aufschub mehr und will die Mutter unbedingt kennenlernen.

Dadurch fühlt sich der Held der Geschichte in die Enge getrieben und er engagiert kurzerhand eine Bardame (Hiam Abbass, Insidious: The Red Door), die seine Mutter spielen soll. Was für eine herrliche Ausgangssituation, die zu einigen fröhlichen und witzigen Szenen führt. Dennoch fallen die geselligen Szenen insgesamt etwas langatmig aus, insbesondere diejenigen, in denen getanzt und gefeiert wird. Das hätte man im Schnitt kürzer machen können, um die Geschichte insgesamt griffiger zu machen. Ansonsten macht der Film insbesondere in der ersten Hälfte durchaus Spaß, auch wenn die Figuren sehr theatralisch agieren und übertrieben spielen, aber zu einer Culture-Clash-Komödie passt es allemal. Nur leider ändert sich insbesondere im letzten Drittel des Films die Stimmung grundlegend und die Komödie vergisst auf einmal ihren Comedy-Charakter und verwandelt sich unvermittelt in Dramedy. Alles wird plötzlich viel zu ernst und zäh und irgendwie hört der Film auch ganz damit auf, witzig zu sein.

Anders als die Culture-Clash-Komödie Monsieur Claude und seine Töchter, die sich ebenfalls um die Akzeptanz der Partnerwahl dreht, bleibt Couscous und Geheimnisse seinem anfänglichen Stil nicht treu und wird mit der Zeit immer schwermütiger. Dadurch ist der Gesamteindruck eher durchwachsen. Vor allem, wenn die längeren Gespräche, den Handlungsfluss immer wieder unterbrechen, macht es den Film gerade am Ende etwas langweiliger. Man kann ihn sicherlich trotzdem genießen und die Botschaft des Films wertschätzen. Der Protagonist will einerseits seine algerischen Wurzeln und die Verbindung zu seiner Mutter nicht verlieren, doch anderseits will er auch ein selbstbestimmtes Leben führen und selbst entscheiden, mit wem er zusammen ist. Couscous und Geheimnisse hat definitiv seine liebenswerten und lustigen Momente, aber auch Momente, die einfach nur für Gähnen sorgen.

Fazit

Ein stellenweise witziger Culture-Clash-Film, der nicht so genau weiß, ob er eine Komödie oder lieber eine Dramedy sein möchte. Trotz seiner Längen hat „Couscous und Geheimnisse“ einen gewissen Unterhaltungsfaktor.

Kritik: Yuliya Mieland

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