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Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

Netflix

Inhalt

Ein trauernder Vater zieht mit seinem kleinen Sohn ins ruhige Featherbank, das vor 15 Jahren von einem Serienmörder namens Der Flüstermann terrorisiert wurde, während Gerüchte über einen Komplizen kursierten.

Ab 28. August auf Netflix

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Neuer Content für den Netflix-Katalog, die Freudensprünge halten sich naturgemäß in Grenzen, doch diesmal konnte man zumindest dezent interessiert sein. Die Adaption des Romans The Whisper Man von Alex North aus dem Jahr 2019 hält ein durchaus reizvolles Personal paqrat, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Der neuseeländische Regisseur James Ashcroft hatte mit seinen vorangegangenen Arbeiten Coming Home in the Dark und The Rule of Jenny Pen zwei äußert solide Genre-Beiträge abgeliefert und bewiesen, dass er auch mit gestandenen Schauspielgrößen zurechtkommt. 

Das große Zugpferd dieser Produktion ist natürlich die lebende Legende Robert De Niro (Killers of the Flower Moon), der allerdings in den letzten 25 Jahren – mit wenigen Ausnahmen – seine Karriere praktisch nur noch lukrativ verwaltet. Es wurde Gott sei dank nie so schlimm wie bei vergleichbaren Stars im Ausverkauf, der große Charaktermime wurde jedoch meistens nicht abverlangt. Da macht leider auch diese Rolle keine große Ausnahme. Als pensionierte Cop und trockener Alkoholiker Peter Willis bittet ihn eine Kollegin (Michelle Monaghan, Little Brother) um Mithilfe. Einst brachte er den Kinderschänder- und mörder „Der Kinderflüsterer“ (Michael Keaton, Beetlejuice Beetlejuice) hinter Schloss und Riegel, nun scheint ein Nachahmer dessen Werk fortzuführen. Oder existiert doch etwa ein niemals geschnappter Komplize, wie es Willis immer vermutet hat? Zunächst lehnt er eine Zusammenarbeit ab, doch dann wird sein Enkel Jake ebenfalls entführt. Jetzt wird es persönlich, doch da gilt es gleichzeitig auch noch das völlig zerrüttete Verhältnis zu seinem entfremdeten Sohn Tom (Adam Scott, The Monkey) zu kitten.

Im Grunde liefert Der Kinderflüsterer relativ solide Thriller-Kost, der aber diese Solidität irgendwann eigentlich zum Verhängnis wird, da sie bis auf ein recht stabiles Fundament eigentlich überhaupt nichts Hervorstechendes zu bieten hat. Die Figuren sind generisch wie aus dem Katalog, der Plot bar jedweder echten Überraschungen und auch der im Grunde anständigen Inszenierung fehlt es an jedweder Finesse, um sich irgendwie aus der grauen Masse längts ausgetrampelter Genre-Pfade zu erheben. Es passt zu dem bereits angesprochenen Karriereweg des Robert De Niro, der sich auch hier wieder nicht in bodenlosen Müll verirrt, aber in sehr austauschbares Einerlei, in dem er ohne große Bemühungen seinen Stiefel entspannt runterspielen kann. Einzig die Performance von Michael Keaton als charismatisch-finsterer Hannibal Lecter-Verschnitt sticht wirklich hervor, hat aber zu wenig Relevanz und Screentime, um das Ergebnis nachhaltiger zu beeinflussen.  Ein klarer Minuspunkt ist dann auch noch das Finale, welches gleich zwei sehr fragwürdige "Pointen" parat hält, die man sich so lieber gespart hätte. 

Fazit

Das Ganze hat den Geschmack von brauchbarer TV-Krimikost, die sich für einen anspruchslosen Sonntagnachmittag auf der Coach ganz mühelos weggucken lässt, darüber hinaus aber keinerlei Potenzial besitzt und offensichtlich auch nicht einen höheren Anspruch erfüllen will. Wirklich langweilig ist der Film nicht, passabel inszeniert und vernünftig gespielt obendrein, wirkt unter Strich aber auch nur wie ein weiterer Fließbandtitel für die zahlenden Netflix-Kundschaft, der auf dem freien Markt sang- und klanglos untergehen würde. Mit Recht, denn im Grunde gibt es kein ernsthaft relevantes Argument, sich „Der Kinderflüsterer“ anzuschauen. Aber im Netflix-Kontext mag es ja schon beinah als eines gelten, dass er nicht wehtut. So weit sind wir schon.

Kritik: Jacko Kunze

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