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Inhalt

Der Schauspieler Gregoire Lecomte ist auf der Suche nach einem neuen Job. Er träumt von seinem Erfolg in der Filmbranche, der sich nie erfüllt. Eines Morgens erhält Gregoire die lang ersehnte Chance. Er ist zu einem Vorstellungsgespräch mit einem Produzenten für die Rolle eines gewissenlosen Mörders eingeladen. Es ist für ihn undenkbar, dass er die Rolle nicht bekommen wird. Gregoire irrt sich aber in der Tür und landet im Büro des Mafia-Bosses Barbarini, der eigentlich Moskowitz, einen Auftragskiller, erwartet. Gregoire nimmt den angebotenen Job an – im Glauben, es drehe sich um einen Film. Er soll den milliardenschweren Waffenhändler Krampe (auch „Walfisch“ genannt) im Auftrag afrikanischer Politiker auf einer Party in St. Tropez ermorden. Mit der Tatwaffe ergibt sich auch der Titel des Filmes. Gregoire soll ihn nämlich mit einem umgebauten Regenschirm beseitigen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

In den 70er- und 80er-Jahren erfreute sich Pierre Richard (Der Zerstreute) größter Popularität. Er war damals einer der beliebtesten französischen Comedystars und teilte sich mit nur ein paar ebenbürtigen Schauspielern die Aufmerksamkeit. Es war die Glanzzeit von Louis de Funès (Oscar), Jean-Paul Belmondo (Der Erbe), Gérard Depardieu und eben von Pierre Richard, der mit seinen Komödien den Markt überflutete. Im Jahre 1980 spielte er in der rasanten Verwechslungskomödie Der Regenschirmmörder den liebenswerten, aber auch gewieften Tollpatsch, der endlich die große Filmkarriere witterte. Richard schlüpfte in die Rolle eines eigenwilligen Frauenhelden, was auf den ersten Blick nicht so wirklich zu ihm zu passen scheint, doch schon bald erkennt man, dass an dieser Komödie einfach alles viel zu übertrieben ist und, dass sich gerade daraus der ganze Witz ergibt. Es wird ständig gestolpert, gefallen, bekleckert und verwechselt.

Der Protagonist schafft es kaum, zur Ruhe zu kommen, weil er von der einen aberwitzigen Situation in die nächste stolpert, und dabei wird er von allen für einen echten Killer gehalten, obwohl er nur ein einfacher Schauspieler ist, der es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Alles, was er möchte, ist offenbar, ganz groß rauszukommen, doch ihm liegen einige Stolpersteine im Weg. Er verfängt sich nach und nach in einigen Absurditäten und dabei setzt die Komödie eher auf den Holzhammer-Slapstickhumor, der damals tatsächlich fantastisch funktioniert hat und auch noch heute gut funktioniert, natürlich vorausgesetzt, dass man die Augen vor den ganzen rassistischen, sexistischen und politisch inkorrekten Sprüchen verschließen kann. Der Regenschirmmörder ist auf jeden Fall mit Vorsicht zu genießen und sollte kritisch hinterfragt werden. Selbstverständlich kann man die problematischen Stellen wie beispielsweise  das "Blackfacing" nicht einfach unkommentiert lassen, doch man sollte den Film auch unbedingt im zeitlichen Kontext einordnen und beachten, in welcher Zeit er entstanden ist.

Dass Der Regenschirmmörder schlecht gealtert ist, ist Fakt, doch man kann deswegen nicht den ganzen Film schlechtmachen, weil er nur ein Spiegelbild einer problematischen Zeit ist, die zum Glück längst vergangen ist. Gerade an solchen Filmen erkennt man, wie weit unsere Gesellschaft sich entwickelt hat und wie sehr sie sich von den rassistischen und sexistischen Äußerungen distanziert hat. Dank solcher Filme wie Der Regenschirmmörder kann man quasi den Fortschritt erkennen und das ist wiederum sehr lehrreich, weil diese Komödie an einigen Stellen zeigt, wie man es nicht machen sollte. Wenn man sich aber von der offensichtlichen historischen Problematik löst, erhält man eine Komödie, die mit ihrer Leichtigkeit und ihrem kindischen Humor unterhalten will und dabei eher den einfachen, leicht verständlichen Weg wählt. Der Regenschirmmörder setzt auf Lachen ohne Nachzudenken. Mit übertriebener Albernheit erreicht er sein Ziel und mit Pierre Richard als Zugpferd landet er im soliden Mittelfeld.

Fazit

Eine rasante Verwechslungskomödie, die mit ihren Slapstickelementen und mit dem damals großen Comedystar Pierre Richard zwar zu unterhalten vermag, aber aus heutiger Sicht sehr schlecht gealtert ist. „Der Regenschirmmörder“ enthält einige politisch inkorrekte Stellen, die man leider nicht schönreden kann.  

Kritik: Yuliya Mieland

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