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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Eine gezeichnete junge Frau begegnet in einem Küstendorf einer anderen Frau und begibt sich auf eine allmähliche Reise der Wandlung und Heilung.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Auf cinematischer Ebene ähnelt July Jungs (Next Sohee) dritter Spielfilm dem Hautausschlag, von dem die neurotische Titelfigur (Ex-K-Pop Star Kim Do-yeon) geplagt wird. Er hat schon eine anamnestische Vorgeschichte anhand des Debütfilms und Zweitwerks der koreanischen Regisseurin, die mit beiden nacheinander in Cannes vertreten war. Er taucht wieder auf, wenn er längst verdrängt wurde, wie Jungs sensationalistische Soap Opera nun unter den Gala Presentations von Busan. Und man sollte ihn besser ignorieren, aber muss trotzdem zuschauen, wie es immer grotesker und unangenehmer wird. 

Ob besagter Ausschlag eine reale Krankheit abbilden soll, ein psychosomatisches Symptom oder inszenatorisch als Genre-Facette gedacht ist, bleibt rätselhaft und letztlich belanglos für die verworrene Handlung. Die ist übervoll mit grotesken Details, die abseits ihres intendierten Schock-, Provokations- oder Ekelfaktors keinerlei narrative Bedeutung haben. Dementsprechend bleiben jene meist sexuellen Eskapaden ohne Folgen für die Ereignisse, die wie eine lose Serie reißerischer Sketche wirkt. Der erste ist Doras Ankunft in der koreanischen Provinz nahe Seoul, wo ihr Architekten-Vater Sang-Hun (Choi Won-young, Yaksha: Ruthless Operations) sein erstes Haus erbaut hat. 

In diesem Relikt der Vergangenheit Doras zerstrittener Eltern soll die 18-Jährige von einer ominösen psychopathologischen Krankheit genesen. Zugleich scheint der Aufenthalt ein Vorwand ihres Vaters, um seine Affäre mit Nachbarin Nami (Sakura Ando, Godzilla Minus Zero) zu intensivieren. Namis selbstmitleidiger Gatte Yeon-su (Song Saebyeok, Special Delivery), ein talentloser Maler mit Kreativ-Block, bedrängt unterdessen Dora, die ihm Model sitzt. Das Paar hat zudem nervige kleine Zwillingssöhne und ist befreundet mit einem jüngeren Pärchen, das Dora zufällig im Wald beim Sex beobachtet. Ihre abrupte Übelkeit verknüpft der sexistische Subtext mit ihrer Queerness. 

Doras Annäherung an Nami initiiert einen Rückfall in das, was der patriarchalische Plot als psychotische Episode framt. Aus einer anderen Perspektive wäre Doras Aufregung eine normale Reaktion auf einen Vergewaltigungsversuch Yeon-sus, der sich ähnlich manipulativ verhält wir ihr Vater. Dramaturgische Ambivalenz und unterentwickelte Charaktere verraten in dem voyeuristischen Psycho-Krimi einer psychisch labilen jungen Frau, die ihr entgegen aller Hilfsversuche Umfeld zerstört, die Geschichte eines durch Gaslighting an den Abgrund getriebenen Missbrauchsopfers. Dass Jung ein Narrativ paternalistischen Victim Blamings bevorzugt, passt bedrückend zur Freud‘schen Vorlage. 

Fazit

Sigmund Freuds berüchtigte Fallstudie unter dem titelgebenden Pseudonym dient July Jung als Grundlage eins patriarchalischen Psychothrillers, der die misogyne Bias des Materials nicht beflissen übernimmt und ausbaut. Von kritischer Aufarbeitung der längst als Pseudo-Wissenschaft entlarvten „Psychoanalyse“ ist das voyeuristische Szenario so weit entfernt wie einer zeitgemäßen Revision des historischen Materials. Letztes inspiriert ein ebenso abstruses wie alarmierendes Konglomerat aus Horror, Sex-Thriller und Psycho-Drama. Sichtlich überfordert mit den widersprüchlichen Figuren, verfällt das Ensemble wahlweise in Apathie und Chargieren. Eine Freudianische Farce, die Spektakel als Suspense und Ressentiments als Reflexion verkauft. 

Kritik: Lida Bach

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