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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Misael lebt als selbstständiger Holzfäller im Wald und genießt seine einsame Freiheit. Als er sich um seine ältere Schwester kümmern muss, gerät sein friedliches Dasein aus den Fugen, und die Grundpfeiler seines sorgsam aufgebauten Lebens beginnen zu zerbröckeln.
Quelle: themoviedb.org

Kritik

Viele haben sich nach dem Anschauen Lisandro Alonsos (Eureka) 2001 aim Cannes in der Sektion Un Certain Regard aufgeführten und hochgelobten Debütfilms Freedom brennend gefragt haben, wie es mit dem einzelgängerischen Hauptcharakter Misael Saavedra mit seiner autarken Existenz im Dschungel wohl weitergehe. Eine Antwort liefert der argentinische Autorenfilmer dennoch in einer formähnlichen Fortsetzung, die 25 Jahre später genau dort anknüpft, wo der Vorgängerfilm aufhörte: Vor seiner kargen Behausung isst der Protagonist am Lagerfeuer ein geröstetes Gürteltier.


Verkörpert vom nicht-professionellen Misael Saavedra (Jauja), der in der Zwischenzeit halbes Dutzend Mal für Alonso vor der Kamera stand, führt der selbstsuffiziente Einzelgänger immer noch das gleiche abgeschiedene Leben in der titelgebenden Freiheit. Doch die Außenwelt ist nicht stehen geblieben. Präsident Javier Mileis rechts-populistische Partei, die den Freiheitsbegriff bezeichnenderweise ebenfalls im Namen (La Libertad Avanza, „Freedom Advances“) trägt, hat im Zuge des kapitalistisch-jingoistischen Kurses jede staatliche Fürsorge rigoros gekappt, auch die Anstaltsbetreuung Misaels mental beeinträchtigter Schwester.


Die professionelle Schauspielerin Catalina Saavedra (Problemista, keine reale Verwandte) spielt die verwirrte Frau, um die Misael sich plötzlich in seinem Zuhause kümmern muss, mit dem kompletten Repertoire ableistischer Klischee-Manierismen. Beider mit Warmherzigkeit und einem Hauch lakonischen Witzes beobachtete Beziehung ist dennoch berührend in ihrer Relativierung und Rekapitulation absoluter Freiheitsbegriffe. Völlige Loslösung von gesellschaftlichen Banden beinhaltete auch die Aufgabe von Verantwortung für andere. Deren Freiheit ist wie bei der grausam einsperrten Schwester der Preis für die Ungebundenheit ihrer Familie. 


Fazit

Cobi Miglioris dokumentaristische Kamera erfasst die simple Routine des Protagonisten in statische, distanzierten Aufnahmen. Doch eine formal und narrativ konventionelleren Konzeption relativiert den radikalen Gegenentwurf zu dramaturgischen Konventionen, den vor 25 Jahren der erste Teil des existenzialistischen Diptychons darstellte. Der politische Hintergrund beschwört einen totalitären Freiheitsbegriff, dessen sozialdarwinistische Grausamkeit das Schicksal neurodivergenter Menschen aufzeigt. Deren stereotype Darstellung konterkariert den Anspruch sozialphilosophhischer Differenzierung indes ebenso wie die mangelnde Untersuchung der unscharfen Grenze zwischen eigenem Freiheitsanspruch und Fremdrücksicht.


Kritik: Lida Bach

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