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Aufgrund seines zunehmend rebellischen Verhaltens wird Robin von der JLA zu den Teen Titans strafversetzt. Das Team unter der Führung von Starfire setzt sich aus den jugendlichen Helden Beast Boy, Blue Beetle und Raven zusammen. Vordergründiges Ziel der Titans ist es, ein Gefühl für die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und Schritt für Schritt zu einem Team zusammenzuwachsen. Als jedoch Ravens Vater, der Dämon Trigon, die Mitglieder der Justice League unter seine Kontrolle bringt, müssen sich die jungen Helden früher als erwartet einer schier unlösbaren Herausforderung stellen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Neither for children nor for grown ups

Die Marvel Studios mögen im Kinoblockbusterbereich die Superhelden-Nase klar vorne haben, im animierten Bereich jedoch dominiert der Konkurrent DC mit seinen DC Universe Animated Original Movies die Szenerie. Neben einigen stark gelungenen, äußerst ambitionierten Animationsbeiträgen wie „Justice League: The Flashpoint Paradox“ und „Batman: Under the Red Hood“ wurde im Zuge der bisherigen 26 Veröffentlichungen unter diesem Label – im Sinne einer kaufmännisch durchwegs sinnvollen Ausweitung der Markendominanz – auch einiges an 0815-Massenware auf den Markt geworfen. Dies zeigt sich vor allem bei jenen Projekten, bei denen versucht wird, so viele Helden wie möglich in einen Streifen zu quetschen, um dadurch eine möglichst breite Zuschauerschicht zu erreichen. Im Gegensatz zu Realfilmprojekten wird im Animationsbereich nämlich kein millionenschweres Budget benötigt, um Wonder Woman, Superman und Batman gemeinsame Abenteuer bestreiten lassen zu können.

In „Justice League vs. Teen Titans“ werden sogleich zwei Superhelden-Teams – einerseits die Justice League of America (In der Konstellation: Batman, Superman, Wonder Woman, Flash und Cyborg) und andererseits die Teen Titans (In der Konstellation: Starfire, Robin, Beast Boy, Blue Beetle und Raven) – in die Schlacht gegen den Dämon Trigon geschickt. Dieses Aufeinandertreffen wird von Beginn an möglichst effektvoll und zügig inszeniert, ohne den Action-Reigen durch Charakterentwicklung oder Plottwists zu stören. Es gibt den genreüblichen einleitenden Kampf gegen Superbösewichte der Marke Lex Luthor und Toymaster. Darauf folgen einige individuelle Kampfszenen aller beteiligten Helden, die den geneigten Betrachter insgeheim bereits auf den abschließenden Endkampf vorbereiten, der sich bis in die Hölle erstreckt.

Die Actionszenen sind kurzweilig umgesetzt, wobei die Inszenierung streckenweise etwas zu unentschlossen zwischen kindgerechter Unterhaltung und Horrorfilm-Ästhetik hin und her pendelt. Das superheldentypische Geplänkel zu Beginn von „Justice League vs. Teen Titans“ erinnert an serielle Nachmittagsunterhaltung. Im Gegensatz dazu wirken die Dämonen und die Optik der Hölle, als hätten sich die Macher von Clive Barker inspirieren lassen. Hier lässt sich die anvisierte Zielgruppe nur schwer erahnen. Trotz dieser Diskrepanz sind die Kampfsequenzen insgesamt sehr unterhaltsam und ganz klar die Highlights der Produktion.

Leider bleibt im Zuge dieser Fokussierung die Handlung auf der Strecke. Neben der angestaubten Rebell-wird-zu-Teamplayer-und-Held-Story, der obligatorischen Liebesgeschichte und der tränenreichen Origin-Story gibt es auch noch die ein oder andere Standard-Comic-Floskel und den Über-Bösewicht, der sich am Ende doch recht einfach besiegen lässt.

Trotz dieser Kritikpunkte muss man Sam LiusJustice League vs. Teen Titans“ zugutehalten, dass die knapp 70 Minuten rasch vergehen, Optik und Soundtrack gut gewählt sind und man als Animationsfan durchaus Lust auf mehr bekommt.

Fazit

„Justice League vs. Teen Titans“ ist ein unterhaltsamer, gut animierter Superhelden-Appetizer für Zwischendurch, der einige starke Kampfszenen und eine streckenweise beinahe horrorfilmtaugliche Atmosphäre zu bieten hat. Leider stehen dem positiven Gesamteindruck eine zu simple Storyline, etliche typische Superhelden-Dialoge und eine (vor allem zu Beginn) viel zu kindgerechte Inszenierung im Weg.

Autor: Christoph Uitz

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