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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

Verfügbarkeit in Deutschland · Daten von JustWatch über TMDB. Die Links öffnen die Verfügbarkeitsübersicht.

Inhalt

Tokio.  Student Toshio Yabe (Masatoshi Matsuo) wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Seine Freunde, allen voran Ryosuke Kawashima (Haruhiko Katō), beginnen, die Hintergründe zu suchen. Gemeinsam mit Michi Kudo (Kumiko Asō) und Junko Sasano (Kurume Arisaka) stößt er auf beängstigende Bilder auf einer Diskette. 

Auch Taguchi (Kenji Mizuhashi) gerät in den Sog der unheimlichen Ereignisse. Harue Karasawa (Koyuki) spürt, dass sich die Welt verändert: Menschen verschwinden spurlos, andere wirken plötzlich leer und ziehen sich zurück. Schattenhafte Gestalten tauchen an Wänden und in leeren Räumen auf.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Noch nie waren die Möglichkeiten der Kommunikation so vielfältig ausgeprägt wie in unserem heutigen Internetzeitalter. Wer jemand anderen erreichen will, kann das so schnell und einfach machen wie nie zuvor und braucht womöglich lediglich Sekunden, um Kontakt aufzunehmen. Schaut man sich heutzutage allerdings um, zu was diese digitale Vernetzung geführt hat, blickt man eindeutig nicht nur auf Vorteile. In sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook findet der gemeinsame Austausch kaum noch statt, anstelle dessen lässt sich viel mehr beobachten, wie Menschen andere Menschen aus ihrer Freundesliste lediglich namentlich unter irgendwelchen Posts oder Videos verlinken, um diese auf etwas aufmerksam zu machen. Ähnlich bedenklich verhält es sich in öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen, selbst wenn auch der letzte Platz besetzt ist, die Mehrheit in ihr Smartphone vertieft ist, im Netz surft oder Spiele spielt. 

Die Welt war also global noch nie so weitläufig vernetzt und trotzdem klafft in der Gesellschaft eine immer größere Leere auf, in der sich die Menschen isolierter, unbeholfener und verlorener als jemals zuvor fühlen. Bereits im Jahr 2001, in dem das Internet gerade erst so richtig im Kommen war, befasste sich der japanische Regisseur Kiyoshi Kurosawa ("Cure") mit diesem bedauerlichen Phänomen, was seinem Werk "Pulse" erschreckend prophetische Züge verleiht. Die schier endlose Einsamkeit, welche aufgrund der zunehmenden Verführung durch neue digitale Welten unaufhaltsam auf die Menschen zukommt, fasst Kurosawa in mehrdeutige, verstörende Bildkompositionen sowie eine Tonkulisse aus Dissonanz, Beklemmung und Schrecken, womit der Japaner Ausweglosigkeit, soziale Hilferufe und erschütternde Warnzeichen durch allerlei Stilmittel des J-Horrors symbolisiert. 

Ständig begegnen die jugendlichen Figuren in Kurosawas Film beunruhigenden Geistererscheinungen, die sich auf mysteriöse Weise zwischen den Welten bewegen und aus Computer- oder Fernsehbildschirmen in die Wirklichkeit gelangen. Nie sind sich die Figuren darüber im Klaren, was die Geister der Verstorbenen, welche zudem auch noch durch Suizid aus dem Leben geschieden sind, von ihnen wollen oder was sie vermitteln möchten. Überhaupt folgt "Pulse" wie für japanische Filme häufiger üblich einem sehr eigentümlichen Rhythmus, bei dem es durchaus eine Weile dauern kann, bis man sich auf den langsamen Erzählstil eingelassen hat. Trotzdem gibt es in dem Film immer wieder Szenen, deren Sinn sich nur schwer erschließt und die auch nach der vollständigen Sichtung Fragen hinterlassen.

Weshalb sich die Figuren derartig vor den Erscheinungen der Verstorbenen fürchten, die noch dazu körperlich nie übergriffig auftreten, wird dem Zuschauer allerdings bald klar. Sie erkennen sich selbst in den Toten wieder und merken, dass zwischen der ewigen Einsamkeit im Tod und der bereits bestehenden Einsamkeit im Leben kein Unterschied mehr besteht. Kurosawa schildert auf eindringliche Weise eine Gesellschaft, in der die Schwelle zwischen Diesseits und Jenseits längst aufgehoben ist und eine allumfassende Einsamkeit alles um sich herum verschlingt. Auch wenn der knapp zweistündige Film gelegentlich redundant in seinen Aussagen erscheint, gelangt der Regisseur schließlich zu einer ganz eigenen Form der Apokalypse, in der die Menschen in einem Moment bemerken, dass etwas nicht in Ordnung ist, während im nächsten Moment bereits das gesamte Land vollständig verlassen ist und sämtliche Menschen einfach verschwunden sind. Die digitale Revolution bedeutet bei Kurosawa gleichzeitig das Aussterben der Zivilisation, Vernetzung führt zu Verletzung und am Ende zerfällt das Individuum in eine gänzlich neue Form, die nur noch einen schwarzen Fleck hinterlässt.

Fazit

"Pulse" ist ein äußerst spezieller Horrorfilm, der für den ein oder anderen aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Machart sowie interpretierfreudigen Atmosphäre schwer bekömmlich sein dürfte. Trotz einiger Schwächen überwiegt am Ende aber der nachhaltige Eindruck, einem außergewöhnlichen, beunruhigenden sowie durchdachten Seherlebnis beigewohnt zu haben, in dem der Regisseur nichts weniger als die Vereinsamung sowie den sich daran anschließenden Untergang der Zivilisation ankündigt. Rückblickend erschreckend prophetisch, heutzutage auf extrem beklemmende Weise zeitgemäß.

Kritik: Ehemaliges Redaktionsmitglied

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