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Inhalt

Ein Fremder, Leland Gaunt, zieht in das kleine Städtchen Castle Rock und eröffnet einen Antiquitätenladen. Plötzlich häufen sich jedoch die Zusammenstösse und Agressionen zwischen den Bewohnern und der Sheriff erkennt einen Zusammenhang zwischen den Antiquitäten und dem Hass ihrer neuen Besitzer...

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Für den über 700 Seiten zählenden Abschluss seines sogenannten Castle-Rock-Zyklus, der bereits Werke wie Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers, The Dead Zone, Stark – The Dark Half oder auch Das Spiel hervorbrachte, hat sich Stephen King mit Needful Things – In einer kleinen Stadt etwas ganz Besonderes überlegt: Es ist der Leibhaftige höchstpersönlich, der in der Gestalt des konzilianten Antiquitätenhändlers Leland Gaunt in die fiktive Kleinstadt einkehrt und das behütet-kleinbürgerliche Klima gnadenlos durcheinander bringt. Die Anhängerschaft des Master of Horror ist sich indes einig, dass der 1991 publizierte Roman zu den besten Werken des ikonischen Autors zählt, was die Erwartungshaltung an die hiesige Verfilmung dementsprechend hoch ausfallen lässt. Gescheitert aber ist Regisseur Fraser Clarke Heston (Alaska – Die Spur des Polarbären) an dieser Aufgabe nicht.

Nun, jedenfalls nicht auf ganzer Linie, obgleich die Adaption, die sowohl in einer regulären Version mit einer Laufzeit von 120 Minuten als auch in einer dreistündigen Langfassung erschienen ist, sicherlich nicht das kaleidoskopischen Zerstörungsdrang aufleben lässt, dem Stephen King in seiner Vorlage frönt. Fraser Clarke Heston und seinem Drehbuchautor W. D. Richter (Die Körperfresser kommen, Big Trouble in Little China) hingegen gelingt es durchaus gekonnt, ein Gefühl für die zweifelhaften Zustände innerhalb von Castle Rock zu kreieren. Der Schein nämlich trügt ganz gewaltig und benötigt nur einen passenden Impuls, der den in zivilisatorische Fesseln gelegten Blutdurst des Menschen unaufhaltsam freilegt. Diesen Anstoß bekommen die Bewohner schließlich durch den Fremden Leland Gaunt (Ingmar-Bergman-Veteran Max von Sydow, Das siebente Siegel), der ein Souvenirgeschäft in dem Provinznest eröffnet.

Needful Things – In einer kleinen Stadt spielt lange Zeit mit der Vorahnung des Zuschauers, dass es sich bei dem Geschäftsmann um kein menschliches, sondern um ein mythisches Wesen handelt, welches sogar Bekanntschaft mit einem gewissen Zimmermann aus Nazareth machen konnte. Leland Gaunt scheucht Castle Rock nach und nach damit auf, die Bürger der Stadt gezielt an der Wurzel ihrer tiefsten Sehnsüchte zu fassen, um dadurch Hass und Argwohn zu schüren – was natürlich zwangsläufig in Gewalt und Verderben münden muss. Er ist nicht nur Verführer und Manipulator, sondern auch Todbringer. Deutlich zu spüren ist dabei, dass Heston und Richter den Umfang des Buches erheblich komprimieren mussten, was nicht nur die Mythologie hinter Needful Things – In einer kleinen Stadt einiges an Strahlkraft nimmt, sondern auch den Charakteren abseits von Leland Gaunt den nötigen Feinschliff versagt.

Mag Needful Things – In einer kleinen Stadt mit Ed Harris (Die Truman Show), Amanda Plummer (Pulp Fiction) und J. T. Walsh (Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen) auch durchaus überdurchschnittlich gut besetzt sein, ihre Figuren bleiben weitestgehend eindimensional, weil der Film letzten Endes nicht die Kapazitäten aufbringt, um ihnen den nötigen Raum zuzugestehen, eine echte Eigendynamik zu entwickeln. Anders ist es bei Max von Sydow, dessen Präsenz und Charisma jede einzelne Minute bestimmt – selbst, wenn er nicht im Bild zu sehen ist. Seine einnehmend-mephistophelische Performance hebt diese routiniert inszenierte Schauermär eindeutig über den Standard einer obligatorischen TV-Produktion. Vor allem ist es angenehm zu sehen, dass der biblische Kampf von Gut gegen Böse in diesem Fall nicht zwanghaft entschieden werden muss. Der Teufel zieht einfach weiter.

Fazit

Durchaus solide Adaption der von Fans weitreichend gefeierten Stephen-King-Vorlage. Für den Abschluss des sogenannten Castle-Rock-Zyklus darf in "Needful Things – In einer kleinen Stadt" auch direkt der Teufel höchstpersönlich sein Unwesen treiben. Dass dieser vom großen Max von Sydow verkörpert wird, ist wohl der größte Trumpf, den Regisseur Fraser Clarke Heston zu bieten hat: Der Ingmar-Bergman-Veteran bestimmt durch seine einmalige Präsenz und sein gnadenlos einnehmendes Charisma auch jene Szenen, in denen er nicht zu sehen ist. Darüber hinaus erweist sich dieses Kleinstadt-Armageddon als routiniert inszenierte Schauermär, die zwar auch abseits von Max von Sydow mit guten Darstellern aufwartet, aber kaum Kapazitäten dahingehend aufbringt, ihnen den nötigen Raum zuzusprechen, um ihre Charaktere ein Stück weit zu grundieren. Dennoch, durchaus sehenswert.

Autor: Pascal Reis

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