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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die perfektionistische Workaholikerin Jackie leitet eine eigene Fluggesellschaft mit einer strikten Anti-Fraternisierungsregel. Als jedoch der charmante Anwalt Daniel neu in der Firma anfängt, gerät dieses Prinzip schnell ins Wanken. Die beiden beginnen eine geheime Affäre direkt im Büro. Als ihr Verhältnis das gesamte Lebenswerk und die Karriere der Chefin vor dem Vorstand gefährdet, gerät die Beziehung der beiden ehrgeizigen Charaktere auf eine harte Probe.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Jennifer Lopez (Atlas, Kiss of the Spider Woman) scheint inzwischen Stammgast bei Netflix zu sein. Mit Office Romance versucht der Streamingdienst erneut, das Erfolgsrezept aus Büroalltag, Romantik und leichter Comedy zu bedienen. An ihrer Seite steht Brett Goldstein, den viele als den herrlich grummeligen Roy Kent aus Ted Lasso kennen. Auf dem Papier klingt das nach einer interessanten Kombination, auf dem Bildschirm will der Funke jedoch kaum überspringen.

Im Mittelpunkt steht Jackie (Jennifer Lopez), die als erfolgreiche CEO einer Fluggesellschaft ihr Unternehmen mit klaren Regeln führt. Als ihr Chefjurist ausfällt, übernimmt der charmante Anwalt Daniel (Brett Goldstein) dessen Aufgaben. Zwischen beiden entwickelt sich langsam eine Romanze, die allerdings weniger an äußeren Umständen als vielmehr am Drehbuch scheitert. Immer wieder versucht der Film, aus kleinen Missverständnissen und beruflichen Konflikten romantische Spannung zu erzeugen. Wirklich zünden will das jedoch nur in wenigen Momenten.

Das größte Problem des Films ist ausgerechnet seine Liebesgeschichte. Lopez und Goldstein entwickeln zu keinem Zeitpunkt eine glaubhafte Chemie. Man nimmt ihnen weder die romantische Anziehung noch die emotionalen Momente wirklich ab. Goldstein bringt zwar jede Menge Charisma mit, wirkt als klassischer RomCom-Held jedoch fehlbesetzt. Lopez wiederum spielt einmal mehr die kühle Karrierefrau – ein Figurentyp, den sie inzwischen beinahe routiniert verkörpert. Dass beide plötzlich wie unsichere Teenager umeinander herumschleichen, fühlt sich nicht nach einer natürlichen Entwicklung an, sondern nach einer Pflichtübung des Genres. Dadurch fehlt der Beziehung genau das Herzstück, das romantische Komödien eigentlich tragen sollte.

Auch tonal fehlt dem Film eine klare Linie. Mal setzt er auf den trockenen Humor, den man von Brett Goldstein kennt, kurz darauf verfällt er wieder in die typische Netflix-RomCom-Formel. Übersexualisierte Gags und alberne Einfälle sollen zusätzlich für Lacher sorgen, wirken aber häufig eher aufgesetzt als wirklich komisch. Gleichzeitig bleibt das Büroumfeld nur Stichwortgeber und dient meist nur als Kulisse, obwohl gerade daraus deutlich mehr Situationskomik hätte entstehen können.

Dabei hätte die Grundidee durchaus Potenzial gehabt. Die Dynamik zwischen einer mächtigen CEO und ihrem Chefjuristen bietet genügend Stoff für eine erwachsene Liebesgeschichte mit Witz und Reibung. Stattdessen verlässt sich Office Romance fast ausschließlich auf bekannte Genre-Muster und arbeitet eine vorhersehbare Checkliste romantischer Komödien ab. Überraschungen bleiben ebenso aus wie echte emotionale Höhepunkte. 

Fazit

"Office Romance" ist eine weitere Netflix-RomCom von der Stange. Die Geschichte bleibt vorhersehbar, der Humor trifft nur gelegentlich ins Schwarze und vor allem fehlt den beiden Hauptfiguren das, worauf das gesamte Konzept aufbaut: glaubhafte Chemie. Kein Totalausfall, aber ein Film, der schon kurz nach dem Abspann wieder aus dem Gedächtnis verschwindet.

Kritik: Mike Kaminski

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