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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Allie ist hoffnungslos romantisch, Owen wurde frisch abserviert. Sie begegnen sich in New York während der einen Nacht im Jahr, in der Singles in den USA legal Sex haben dürfen. Während sich um sie herum scheinbar alle anderen der kurz währenden Freiheit hingeben, tun sich die beiden erst sehr schwer, die richtige Person zu finden, die vielleicht für mehr geeignet ist als für ONE NIGHT ONLY … 

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Nachdem die romantische Komödie ihre Hochzeiten in den 90er- und 2000er Jahren hatte, kam vor allem Ende der 2010er und Anfang der 2020er Jahre wenig Sehenswertes im Genre. Will Gluck, der Regisseur von unter anderem Friends with Benefits (Justin Timberlake und Mila Kunis) und dem fantastischen Easy A (Emma Stone), hat das Genre dann mit Wo die Lüge hinfällt 2023 in seiner Popularität wiederbelebt. Auch wenn sich ihr Ansehen bei Vielen aufgrund ihrer politischen Einstellung in den letzten Jahren verschlechtert hat, lag dies wohl größtenteils an Sydney Sweeney (Euphoria), aber trotzdem konnte man hoffen, dass man in Zukunft wieder mehr romantische Komödien im Kino sehen kann. Denn viele Liebesfilme, wie zum Beispiel der durchaus gelungene People We Meet on Vacation erscheinen mittlerweile leider meist im Streaming. Doch bei Glucks neuestem Werk One Night Only fing das Debakel leider schon vor dem deutschen Kinostart an.

Denn Gluck sprach in Interviews darüber, dass er nach Umfragen glaubt, dass Gen-Z keinen Sex in Filmen sehen will, weshalb er bereits gedrehte Sex-Szenen rausgeschnitten habe. Dies ist aus verschiedenen Gründen absolut fatal. Auf der einen Seite sollte man sich als Filmemacher niemals vom Publikum in seiner Kunst beeinflussen lassen. Auf der anderen Seite geht es hier um die einzige Nacht im ganzen Jahr, in der unverheiratete Menschen Sex haben dürfen. Bei dieser Prämisse keine einzige Sex-Szene zu zeigen und allgemein prüde zu inszenieren, ist schon fast ein Armutszeugnis für den Film, da es erzählerisch überhaupt nicht schlüssig ist.

Abgesehen davon geht One Night Only die klassischen Wege einer romantischen Komödie. Auch wenn Callum Turner (Eternity) und vor allem die immer wunderbare Monica Barbaro (Like A Complete Unknown, James Mangold) ihre Sache gut machen und ihre Charaktere grundsätzlich sympathisch sind, verpasst der Film es, Chemie zwischen ihnen entstehen zu lassen. Außerdem hätte man mit der Ausgangslage interessante Aussagen über Unterdrückung und massive Einschnitte in die Privatsphäre durch eine faschistische Regierung treffen können, woran Will Gluck aber bedauernswerterweise nie Interesse hat. Er will einzig und allein einen wohligen Kinoabend für Menschen inszenieren, die 5-mal im Jahr ins Kino gehen, wenig Anspruch haben und auch schon Wo die Lüge hinfällt in den Himmel gelobt haben. Will Glucks Sehnsucht danach diesem Publikum gefallen zu wollen, nimmt ihn jede Qualität als Filmemacher.

Desweiteren ist der Film, wie eben schon erwähnt, viel zu unsexy und konventionell für die Geschichte, die er erzählt. Zusätzlich dazu ist er auch bei weitem nicht lustig genug, um als Komödie zu überzeugen. Wenn so ziemlich der lustigste Moment (Stichwort: Gummi-Handschuh) im Trailer ist und selbst dieser nicht mehr als ein Schmunzeln hervorruft, hat man als Komödie ein Problem.

Was bleibt also am Ende positiv zu erwähnen? Einerseits sorgt der Film mit dem Casting seiner Protagonisten immerhin dafür, dass man die knapp 100 Minuten nicht völlig gelangweilt im Kinosaal verweilt. Die schnitzeljagdartige Erzählung über zwei Menschen, die sich wie vom Schicksal getrieben nach jeglichen Fehlschlägen immer wieder in New York über den Weg laufen, bietet immerhin einen roten Faden, der bei Laune hält. Außerdem ist es sehr leicht, ein Lebensgefühl zu vermitteln und schöne Set-Pieces zu zeigen, wenn dein Film in der am stärksten vibrierenden Stadt der Welt spielt.

Fazit

“One Night Only” ist zu konservativ und nicht lustig und romantisch genug, um als romantische Komödie zu überzeugen. Die Schauspieler tun ihr Möglichstes, um dem Film neben seinem Setting nicht zu vollständiger Langeweile verkommen zu lassen. Die Hoffnung, dass Will Gluck wieder zu Zeiten von “Easy A” zurückfindet, kann man wohl aufgeben.

Kritik: Rene Lentsch

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