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Quelle: themoviedb.org

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Aus dem Jahre 1992 stammende Fortsetzung des Horror-Erfolges Friedhof der Kuscheltiere nach Stephen King. Chase Matthews (Anthony Edwards) und sein Sohn Jeff (Edward Furlong) ziehen nach Ludlow, um ein neues Leben zu führen, aber das Böse erwacht auch in ihrer neuen Heimat...
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Der 1983 veröffentlichte Roman Friedhof der Kuscheltiere (Pet Sematary) zählt fraglos zu den besten Werken von Schauergeschichten-König Stephen King. Nicht wenige halten es sogar für seine beste Publikation – der Autor dieses Textes eingeschlossen. Eine unkomplizierte, dafür enorm abgründige und – in seinem phantastischen Rahmen – empathisch-erschreckend „glaubhafte“ Geschichte. Über dessen erste Leinwandadaption scheiden sich bis heute die Geister. Stephen King verfasste damals selbst das Skript und scheiterte krachend an seiner eigenen Genialität. Bis heute war es eher von Vorteil, wenn King in die Verfilmungen seiner Bücher nicht in wichtiger Position involviert war. Das Medium Film ist eindeutig nicht seine Bühne. Das Grauen entfaltete seine Geschichte ursprünglich durch den inneren Kampf des Protagonisten und der Zuschauer wurde zum hilflosen Zeugen, wie er aus Trauer und Verzweiflung wider besseren Wissen dem Unheil Tür und Tor öffnete. Dies konnte der plakativ Film nicht ansatzweise wiedergeben, dennoch war der kommerzielle Erfolg beachtlich und auch unter Filmfans genießt das Werk der nur selten für das Kino tätigen Regisseurin Mary Lambert einen (erstaunlich) ordentlichen Ruf.

Eine literarische Fortsetzung existiert natürlich nicht, aber gerade wegen der Cash-Cow-Qualitäten von King-Adaptionen waren Sequels zu seinen ursprünglichen Ideen – speziell in den 90ern – keine Seltenheit. Dies spiegelt gleichzeitig die kreative Misere des Horrorfilms der Prä-Scream-Ära treffend wider und auch danach belief es sich lange nur auf Kopien jenes Weckrufs. Dieses Exemplar scheint dabei von den Umständen sogar noch relativ interessant zu sein, wirft man mal rein einen Blick auf die immer noch vorhandenen Möglichkeiten und sogar die Personalien. Mit Mary Lambert war die Regisseurin des Originals wieder mit an Bord, was in solchen Fällen überaus selten ist (und wenigstens rückwirkend nicht unbedingt für sie spricht). Hauptdarsteller Edward Furlong war unmittelbar nach Terminator 2 – Tag der Abrechnung so was wie die absolute A-Kategorie seines Jahrgangs (am Ende war er froh in Uwe Boll’s Futterhaus irgendwie zu überwintern), dazu hatte er mit Anthony Edwards (Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel) und Clancy Brown (Die Verurteilten) zwei gestandene und talentierte, erwachsene Kollegen an seiner Seite. Das geht durchaus schlechter. Rein theoretisch hätte man hier ja auch noch alles abliefern könne, was drei Jahre vorher sträflich verpasst wurde. Gut, das wäre wirklich zu viel des Zweckoptimismus, aber grundsätzlich eigentlich kein Problem.

Schließlich muss hier kein personifizierter Bösewicht wieder auferstehen. Neus Spiel, neues (Un)Glück. Nach dem ersten Todesfall lockt der alte Indianerfriedhof erneut mit der Chance, alles wieder „gut“ zu machen. Wie der erste Gratis-Schuss. Bis dahin ist Friedhof der Kuscheltiere II auch gar nicht so verkehrt, auch weil ihm nicht die große Bürde einer grandiosen Buchvorlage auf den Schultern lastet. Vom gehobenen Anspruch hier vielleicht eine vernünftige Interpretation des Stoffes zu erleben kann man sich schnell verabschieden, aber so ein fast bodenloses Debakel wäre unbestreitbar vermeidbar gewesen. Der deutlich gesteigerte Härtegrad entzückte damals den einfach zufriedenzustellenden Gore-Bauer, heute lässt auch die unlängst begnadigte Uncut-Fassung nur ein höfliches Kopfnicken zurück. Nach dem Start der selbst heraufbeschworenen Abwärtsspirale beginnt die große Trash-Sause. Raped by a Zombie, ein feuchter Untoten-Traum und andere Peinlichkeiten später hechelt man mehr tot als lebendig über die Ziellinie und verschleudert dabei das erstaunlich reichhaltige Potential eines Sequels, nach dem vorher niemand gefragt hat und hinterher niemand mehr etwas wissen wollte.

Fazit

Mit dem unfreiwilligen Schalk im Nacken mitunter sogar fast amüsanter Blödsinn, der natürlich voll an der einstig brillanten Vorlage vorbeigeht. Diesbezüglich war aber auch das gerne überbewertete Original kaum besser. Nur eben dichter am Roman. Das hier eskaliert irgendwann in schamlosen Quatsch, für den es leider am Spaß beim Versagen mangelt. Dafür werden hier zu viele Möglichkeiten stumpf verheizt.

Autor: Jacko Kunze

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