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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Schon als kleines Mädchen hat sich Sabrina (Julia Ormond) unsterblich in David (Greg Kinnear), den jüngsten Sohn der reichen Larabees verliebt. Doch an der Tochter des Chauffeurs war der notorische Playboy nie wirklich interessiert. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als Sabrina nach einem längeren Aufenthalt in Paris wieder zurück auf das Anwesen nach Long Island kommt. Das einstige Mauerblümchen hat sich nun in eine selbstbewusste und strahlende Schönheit verwandelt. Und obwohl David kurz vor seiner Hochzeit steht, ist er von Sabrina schier hingerissen. Doch auch sein älterer Bruder Linus (Harrison Ford) macht mit einem Mal Sabrina heftige Avancen. Aus Liebe und Leidenschaft? Oder will der kühle Manager einfach nur Davids Hochzeit und die damit verbundene, dringend erforderliche Firmenfusion retten.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Es ließe sich argumentieren, dass es sich bei Sabrina nicht zwangsläufig um ein Remake des gleichnamigen Films von Billy Wilder (Manche mögen’s heiß) aus dem Jahr 1954 handeln muss, basieren doch beide auf dem ebenfalls gleichnamigen Theaterstück von Samuel A. Taylor, welches im gleichen Jahr wie die Erstverfilmung seine Premiere feierte. Diese These entkräftete aber der hier tätige Regisseur Sydney Pollack (Tootsie) jedoch direkt selbst. So holte er sich von Billy Wilder ausdrücklich grünes Licht für eine Interpretation des Stoffs, welches ihm sein Kollege im Ruhestand gewährte. Hätte er es mal lieber sein gelassen. Aber vielleicht wusste Wilder insgeheim, dass sein Klassiker im Direktvergleich nur noch besser dastehen wird.

Es ist schon fast ein Kunststück für sich, wie deutlich die Qualitätsunterschiede ausfallen, obwohl der Plot im Wesentlichen überwiegend identisch ist und hier per se wirklich sehr fähige Profis am Werk waren. Die Handlung wird aus den 50ern in die 90er verlagert, die zeitlichen Anpassungen sind somit folgerichtig und auch überhaupt kein Problem. Es gibt sogar einen Punkt, in dem dieses Remake dem Original leicht die Nase vorn hat: Harrison Ford (Blade Runner). Dieser übernimmt die Rolle von Workaholic Linus, der das nach einem Parisaufenthalt aufgeblühte Mauerblümchen und Chauffeurstöchterchen Sabrina (Julia Ormond, Fräulein Smillas Gespür für Schnee) von seinem jüngeren Bruder David (Greg Kinnear, Crisis) fernhalten soll, damit der Schürzenjäger nicht seine Verlobung auflöst, die Teil eines wichtigen Geschäftsdeals ist. In der Erstverfilmung war dies der Part von Humphrey Bogart (African Queen), der zu Harrison Ford gewisse Parallelen besitzt. Beides sind/waren Darsteller, die in erster Linie über eine einzigartige Leinwandpräsenz verfügten und vieles allein dadurch schon regeln konnten. Nur Ford ist noch dazu ein richtig guter, wandlungsfähiger Mime. Daher ist er tatsächlich die bessere Wahl für den Part, obwohl Bogart zuvor ja auch kein Schwachpunkt war. Aber zumindest das sollte dieser Version angerechnet werden.

Der Rest ist leider fast katastrophal, zumindest im unausweichlichen Direktvergleich. Wirkte Wilder’s Film noch wie eine quicklebendige, märchenhafte Aschenputtel-Story mit einer bezaubernden Audrey Hepburn (Ein Herz und eine Krone), ist das hier eher eine versnobte, unangenehm weltfremde High-Society-Nobel-Soap, die jeglichen Charme und darüber hinaus sogar der hervorragenden Witz der Vorlage völlig vermissen lässt. So vieles hätte man schlicht übernehmen können, stattdessen werden die schnippischen Dialoge verkrampft umformuliert und sogar einige exzellente Ideen einfach weggelassen. Wenn man dafür Eigenes anzubieten hat, bitte gerne, doch das bleibt dann einfach aus. Was soll das? Statt dem pointierten, rasanten und gleichzeitig so herzlichen Humor des Originals geht es hier stocksteif, bieder und unnötig reserviert zur Sache. Das ist das Hauptproblem des Films und leider eins, dass ihn fast ungenießbar macht: Es fehlt ihm an Verve. An Selbstverständlichkeit, an Eleganz. An dieser natürlichen Lebendigkeit und Wärme des Billy Wilder-Klassikers, der genau deshalb absolut zeitlos ist und daher nie und nimmer eine Frischzellenkur benötigte. Er lässt sich heute noch so hervorragend genießen wie damals. Also wieso gibt es diesen Film? Nach den knapp zwei Stunden hat er dafür leider nicht eine vernünftige Antwort parat.

Fazit

Viel überflüssiger kann ein Remake – oder von mir aus auch „alternative Adaption“ – ja kaum sein. Handwerklich wie von seinen Darstellern natürlich alles ohne Fehl und Tadel, nur bietet diese Version nichts, wirklich rein gar nichts an, was sein Dasein in irgendeiner Form rechtfertigt. Sogar viele Qualitäten des Originals einfach ausblendet und so zu einem biederen, reizlosen und stellenweise furchtbar öden Echo der goldenen Screwball-Zeiten verkommt, als mit solch kitschigen Liebesgeschichten noch echte Kinomagie kreiert wurde.

Autor: Jacko Kunze

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