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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Frank ist ein ganz normaler, junger Präparator und hat eine tolle Beziehung zu einer Frau, die er über alles liebt. Nach dem plötzlichen Tod seiner Freundin dreht Frank durch und beschließt seine Geliebte wieder auszugraben und zu präparieren. Nach kurzem Zusammenleben mit seiner toten Freundin beginnt er Frauen zu entführen, verführen und zu töten. Wird man ihn aufhalten können, bevor er noch mehr umbringt, oder wird er immer weiter töten?

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Nur wo Joe D’Amato drauf steht, ist auch Joe D’Amato drin. Der Erfinder eines Genres, welches besser nie das Licht der Welt erblickt hätte; des Splatterpornos (hier darf der Begriff durchaus wörtlich genommen werden / nicht zu vergleichen mit dem heutzutage beliebte Torture Porn). Mal ehrlich, wer braucht einen Porno in eine „Horrorfilm“ Handlung mit Splatterelemente eingearbeitet wird? Richtig niemand. Bevor Joe D’Amato das Splattergenre für sich entdeckte drehte er allerhand Softcore und Hardcorestreifen. Mit Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf machte er seine ersten Erfahrungen im Splatterbereich und fande es danach wohl lustig, beide Subgenres miteinander zu verbinden. Na ja wer es braucht… Obwohl man Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf noch nicht als Splatterporno bezeichnen kann, findet man schon viele wegweisende Elemente.

Ende der 70ger Jahre und Anfang der 80ger waren die Regisseure bemüht, sich in punkto Goreszenen gegenseitig zu übertrumpfen. Angefangen über George A. Romero, über Dario Argento und Lucio Fulci bis hin eben zu Joe D’Amato. Die einen waren Ikonen im Genre (Romero und Argento), andere taten ihr bestes (Fulci) und dann gab es noch Joe D’Amato. Mit seinem Werk Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf hat er niemandem einen Gefallen getan, außer den eingefleischten Splatterfans.

Es ist bekannt, dass besonders in dem Subgenre allerhand Blödsinn gedreht wurde. Doch warum sticht gerade Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf so negativ heraus? Hier stimmt rein filmisch gesehen gar nichts. Eine Story scheint irgendwie vorhanden zu sein, erklärt sich aber nicht. Der Zuschauer darf sich quasi selbst zusammenreimen, was da gerade auf dem Bildschirm passiert. Joe D’Amato unternimmt nicht einmal den Versuch einer Erklärung zu bieten. Die Figuren haben keine richtigen Beweggründe und auf eine Hintergrundgeschichte wird verzichtet. Wir sehen allerlei Gräueltaten wissen aber nicht wirklich warum. Wir können es uns nur denken.

Wäre Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf nun eine Aneinanderreihung von Mordsequenzen, hätte man bestimmt noch einen gewissen Nährwert. Doch das Drumherum ist so dermaßen hanebüchen, dass eine Sichtung schwer zu ertragen ist. Eine Liebesgeschichte, welche zur Obsession wird. Ok, manchmal ist es zu viel verlangt, einen Splatterfilm mit einer einigermaßen nachvollziehbaren Handlung zu verlangen. Und vermutlich ist es eher die Gesamtheit der Makel, was Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf so unerträglich macht.

Das Schauspiel (sofern man dies so bezeichnen kann) ist grausam. Zudem ist die Musik von Goblin (ja genau die Band, welche auch den legendären Soundtrack zu Dawn of the Dead schrieb) bei jeder Szene absolut unpassend. Das allerschlimmste ist aber die fehlende Spannung. Da der Zuschauer ja keinen Plan hat warum irgendetwas passiert, sind ihm auch alle Figuren absolut egal. Einen Spannungsbogen gibt es nicht, da es ausschließlich um die blutigen Effekte geht.

Und genau hier findet man das einzig Positive, was man über Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf sagen kann. Die Splattermomente haben es (zumindest für die damalige Zeit) in sich. Und hier zieht D’Amato alle Register. Von Ausweidungen, über Zerstückelungen bis hin zu Verbrennungen ist alles dabei.  Zwar ist das damalige Gerücht, dass angeblich für Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf echte Leichen genommen worden sind, etwas albern, jedoch in Anbetracht der damaligen Zeit, zumindest denkbar. Besonders die bekannte Zerstückelungsszene sind sieht äußerst echt aus. Über andere visuellen Effekte soll hier nicht gesprochen werden, den diese sind unbedeutend und qualitativ maximal Durchschnitt. 

Fazit

Was also schlussendlich übrig bleibt ist ein unverständlicher, dämlicher und langweiliger Streifen, welcher maximal mit seinen Goreszenen punkten kann. Hier und da gibt es auch noch ein paar nackte Damen zu betrachten, doch einen großen Mehrwert bringen diese nun wirklich nicht. "Sado - Stoß das Tor zur Hölle" auf ist ein gutes Beispiel dafür, warum das Subgenre so in Verruf geraten ist. Nur für absolute Fans des Italo-Trash-Horrors. Alle anderen sollten einen großen Bogen machen.

Autor: Christian Kühnemann

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