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Inhalt

Für Serena ist die raue Wildnis neu, doch zeigt sie sich ihrem Ehemann bald ebenbürtig. Sie geht auf Schlangenjagd und rettet sogar einem Mann in der Wildnis das Leben, ungewöhnlich für eine Frau dieser Zeit. George und Serena herrschen wie König und Königin über das Land und beseitigen alles, was sich ihnen bei ihrem Aufstieg in den Weg stellt. Doch als Serena erfährt, dass sie niemals ein Kind zur Welt bringen wird, beginnt die heile Welt zu zerfallen. Sie setzt einen Mörder auf die Mutter von Georges unehelichem Sohn an, deren Dasein sie nicht mehr erträgt. Als Serena George verdächtigt, seine illegitime Familie zu beschützen, zerstört das die leidenschaftliche Ehe der Pembertons und die Geschichte gipfelt in einer schockierenden Abrechnung...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Ihre erste Zusammenarbeit war gleich ein voller Erfolg. Mit "Silver Linings Playbook" bewiesen Bradley Cooper ("American Hustle") und Jennifer Lawrence ("X-Men: Zukunft ist Vergangenheit") nicht nur einmal mehr, dass sie durch und durch sympathische und gute Schauspieler sind, sondern das zwischen den beiden auch eine ausgezeichnete Chemie herrscht. "Serena", das neuste Werk der gefeierten dänischen Regisseurin Susanne Bier ("Things we lost in the Fire"), hat inhaltlich und atmosphärisch nun zwar überhaupt nichts mit David O. Russels Komödenhit zu tun, vereint Cooper und Lawrence aber erneut als Schauspieler- und Liebespaar. Und wieder dürfen beide ihr schauspielerisches Talent und ihre hervorragende Chemie innerhalb eines dichten und atmosphärischen Films zur Schau tragen, auch wenn Biers "Serena" unter anfänglichen Pacing- und Charakter-Problemen leidet und wegen inhaltlichen Schwächen nicht den vollen Erfolg darstellt, den man sich bei den Beteiligten erhoffen konnte.

Dies liegt vor allem an der Dramatik und dem Voranschreiten der Geschichte, welche zu Anfang noch nicht so recht funktionieren wollen. Da kommt es zum Beispiel in den ersten zehn Minuten schon zu einem einjährigen Zeitsprung oder einigen inkonsequenten und forcierten Momenten, wenn George Pempertons (Cooper) Schwester zum Beispiel davon schwadroniert, dass Lawrences' vom Leben gezeichnete Serena ach so unnahbar wäre, sie und Pemperton aber drei Minuten später schon zusammen im Bett landen und sich ewige Liebe schwören. Besonders überzeugend dargestellt oder gut geschrieben ist das nicht, wodurch sich im ersten Drittel des Films eine kaum zu leugnende Distanz ergibt, die es dem Zuschauer schwer macht sich auf die klischeebeladene Geschichte wirklich einzulassen und in den Film einzutauchen. Und das ist bei einem Drama, was den Kinobesucher mitreißen soll, natürlich eher ungünstig.

Doch nicht nur der Inhalt ist eingangs noch etwas reizlos, auch die Figuren tragen zur anfänglichen Ernüchterung bei, die sich hier einstellt und den Zuschauer immer wieder aus dem Geschehen reißt. Es dauert schlichtweg sehr lange echte Sympathie für die Charaktere aufzubauen, da sie im anfänglichen Konflikt der Waldabholzer gegen die Naturparkbefürworter auf der der Seite ersterer stehen und ihre Motivationen zwar aus deren Sicht nachvollziehbar dargestellt, aber doch eher destruktiver Natur sind. Die Schwierigkeit mit Herrn und Frau Pemperton zu sympathisieren oder gar mitzufühlen zieht sich durch die gesamte erste Hälfte, da es schlichtweg schwer fällt ihrer geschäftlichen Seite, die nun einmal das Symbol ihrer inkomparablen Verbindung und damit das Grundgerüst der hier übertragenden Liebesgeschichte darstellt, wirklich etwas Positives abzugewinnen. Die schauspielerischen Leistungen sind dennoch durch die Bank weg gut. Zwar werden Bradley Cooperund Jennifer Lawrence hier keine Oscarperformances abverlangt, eindringliche und überzeugende Szenen haben beide aber dennoch. Im Zuge dessen überzeugen auch Rhys Ifans("The Amazing Spider-man") als düsterer und wortkarger Galloway, Sean Harris ("Erlöse uns von dem Bösen") als zwischen Treue und Reue hin- und hergerissener Campbell, sowieToby Jones("Dame, König, As, Spion") als rechtschaffender Sheriff McDowell. 

Der erste unterwältigende Eindruck, den "Serena" in seiner anfänglichen halben Stunde überträgt, verfliegt im Laufe der Zeit aber glücklicherweise und weicht besserer Dramatik und eindringlicheren Momenten. Zudem erfahren die Figuren hier eine angenehme Ambivalenz, während sich auch die innerstädtischen Konflikte und Konfrontationen als zunehmend interessanter und brisanter erweisen. Der dramatische Aspekt, der innerhalb eines Charakterdramas natürlich notwendig funktionieren sollte, vermag im Laufe des Films so immer mehr zu überzeugen.

Einen wirklich epischen Abriss eines Nutzholzimperiums innerhalb der Depressionsära der 1920er Jahre erzählt “Serena” trotzdem nicht, sondern eher eine sehr persönliches Charakterdrama über das Zusammensein und die Machtverhältnisse innerhalb einer Beziehung, dem Beruf, der Elternschaft und der Liebe. Im Zuge dessen wird “Serena” ein ums andere mal allzu kitschig, verlässt sich zu sehr auf abgenutzte Dramaklischees und verleitet so zum gelegentlichen Augenrollen. Auch die orchestrale Begleitmusik mag leider nicht immer zu überzeugen, da sie in Sachen Schmalz und Dramatik ein ums andere Mal viel zu dick aufträgt, sodass die zentrale Melodie irgendwann eher abschreckend als wirklich immersiv ihr Hauptmotiv überträgt. "Serena" ist kurz gesagt weder inhaltlich, noch musikalisch oder dramatisch wirklich etwas Besonderes und bietet eher Drama-Standardkost (die gegen Ende leider allzu arg mit platter Symbolik um sich wirft), platziert dies aber in einem unverbrauchten Setting und vermag aufgrund guter Schauspieler, einer sehr dichten Atmosphäre, einer guten Inszenierung, sowie packenden Konflikten in der zweiten Hälfte dennoch meist zu überzeugen. Zwar nicht auf hohem oder epischem Niveau, von einem totalen Reinfall ist man hier aber auch noch ein gutes Stück entfernt.

Fazit

“Serena” mag vielleicht nicht unbedingt der große, epische Erfolg sein, den man sich bei den ersten Bildern und der Beteiligung von Regisseurin Susanne Bier, sowie den Schauspielern Bradley Cooper und Jennifer Lawrence, erwarten konnte, überzeugt in seinen 109 Minuten aber mit einer dichten Atmosphäre, guten Schauspielern, einer packenden zweiten Hälfte, sowie einer hübschen Bildsprache. Über die inhaltlichen Mängel, die argen Klischees, den Schmalz und die anfängliche, unsympathische Distanz, die der Film aufbaut, mag das dennoch nicht komplett hinwegzutäuschen. Einen netten Ausflug in die Rocky Mountains der 1920er Jahre bietet "Serena" jedoch allemal.

Autor: Thomas Söcker

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