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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Der Massenmörder Horace Pinker terrorisiert eine amerikanische Stadt, indem er nachts in die Häuser einsteigt und ganze Familien ermordet. Als er einen Großteil der Familie des Collegeschülers Jonathan Parkers tötet und der Junge im Traum an dieser Hinrichtung teilnimmt, kann er nach längerer Jagd schließlich gestellt werden und endet auf dem elektrischen Stuhl. Doch Pinker hat einen seltsamen Pakt mit den Kräften der Dunkelheit geschlossen und ist durch die Hinrichtung als reine Energie immer noch äußerst tatkräftig. Er hat sich vorgenommen, Jonathan zu ermorden, zu dem er eine ganz besondere Beziehung zu haben scheint...

Kritik

Wes Craven war einer der ganz großen Regisseure und setzte mit seinen Filmen neue Maßstäbe im Horrorgenre. Sein Nightmare on Elm Street ist ein zeitloser Klassiker und hat nur wenig an seiner Faszination verloren. Mit Scream – Schrei gab er dem Slashergenre völlig neue Ansätze und führte zu einer Art Widergeburt. The Last House on the Left prägte nicht nur das Terrorkino sondern ist vielleicht DIE Referenz im Rape & Revenge Subgenre und auch sein The Hills have Eyes war  seiner Zeit weit voraus. Hätte Wes Craven das Horrorgenre nicht mitgeprägt, wären viele gute Filme niemals gedreht worden. Bei so einer Vita muss man sich zwangsläufig fragen, was ihn dazu veranlasste, einen Film wie Shocker abzuliefern.

Shocker ist ein wildes Genrepotpourri , wo die einzelnen Versatzstücke einfach nicht zusammenpassen wollen. Fast schon wirkt es, als ob Craven eine Art Best-Of seiner Filme lieblos zusammengeschustert hätte. Zu keiner Minute weiß Shocker, wo er sich hinbewegen soll. Besonders ärgerlich, weil die Geschichte durchaus ausbaufähig gewesen wäre und immer wieder gute Ansätze erkennbar sind. Der Film beginnt als klassischer Serienkillerstreifen und schafft es hier durchaus Atmosphäre zu schaffen. Der Killer, verkörpert von Mitch Pileggi, wirkt zwar etwas überzeichnet aber dennoch verrückt und beängstigend. Craven nimmt sich zudem Zeit die Protagonisten sowie den Killer zu charakterisieren und einzuführen. Nahezu eine halbe Stunde vergeht, bis die eigentliche Geschichte überhaupt beginnt. Denn was als normaler Slasher beginnt, entwickelt sich zu einem übernatürlichen Horrorfilm, indem der Geist des Killers von Körper zu Körper springen kann und von diesem Besitz ergrifft. Soweit, so gut.

Doch will Craven mehr aus der Idee machen, als schlussendlich dahintersteckt. Da reicht es nicht, dass eine völlig unpassende Geistergeschichte noch zusätzlich ins ohnehin schon komplizierte Storykonstrukt eingearbeitet wird. Zudem muss der Killer auch noch immer weitere unlogische Fähigkeiten dazu gewinnen, je nachdem was die Situation gerade so hergibt. Und warum der völlig fehlbesetzte Protagonist, sehr schlecht verkörpert von Peter Berg, plötzlich hellseherische Fähigkeiten besitzt, ist vollkommen unklar. Diese Absurditäten gipfeln in einem albernen, unpassenden und völlig zusammenhanglosen Finale, indem der Protagonist und der Killer durch den Fernseher durch diverse Shows und Filme gezogen werden. Der Kritiker ist sich an dieser Stelle nicht sicher, ob Craven hier lustig sein wollte, denn dies ist alles andere als witzig und zerstört alles, was von Shocker noch übrig geblieben ist. Denn man kann nicht alles an dem Film schlecht reden.

Zwischendurch gibt es zwar  immer wieder Momente, in denen man meinen könnte, der Film berappelt sich. Zudem gibt es eine Szene, mit der Craven sich vielleicht sogar selbst übertroffen hat. Doch werden alle positiven Aspekte immer wieder durch unpassende Einfälle und unnötigen „Humor“(?) im Keim erstickt. Da helfen auch die wenig guten Ideen nichts. Somit wirkt Shocker eher wie ein unausgegorener Trashfilm, welcher nicht zu wissen scheint, dass er ein Trashfilm ist.

Fazit

Großmeister Craven hat sich mit "Shocker" keinen Gefallen getan. Vieles wirkt absolut deplatziert. Hier sollte mehr aus einer soliden Grundidee gemacht werden, als überhaupt möglich war und genau daran scheitert der Film schlussendlich. Übrig bleibt ein Trashfest, welches maximal eingeschworenen Fans gefallen könnte. Ein ernstgemeinter Horrorfilm versteckt sich aber keinesfalls hinter "Shocker".

Autor: Christian Kühnemann

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