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Inhalt

Captain Jean-Luc Picard bekommt den diplomatischen Auftrag, mit den Romulanern Frieden zu schließen. Doch auf dem fremden Planeten angekommen sieht er sich mit seinem bösen, um 30 Jahre jüngeren Klon Shinzon konfrontiert, der sich vom Arbeitssklaven zum Anführer des Kriegervolks emporgeschwungen hat. Shinzon benötigt zum Überleben eine Gen-Transplantation von Picard, ehe er mit einer Waffe von gigantischer Zerstörungskraft daran gehen kann, alles Leben auf der Erde zu vernichten und die Föderation zu zerstören.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Es sollte ein Abschiedsgeschenk für die Fans sein. Die letzte Reise der „Next Generation Crew“ wurde allerdings, rein umsatzmäßig betrachtet, ein Debakel. Gerade einmal so wurden weltweit die Produktionskosten eingespielt. Doch betrachten wir uns Star Trek - Nemesis einmal genauer. Ist er wirklich eine Katastrophe oder wurde er von den Fans einfach nicht gut aufgenommen?

Vermutlich das größte Problem, was Nemesis zum Verhängnis wurde, war der Fokus des Regisseurs Stuard Baird. Baird ist in erster Linie Editor für Actionfilme. Nemesis ist sein drittes und letztes Regiewerk gewesen.  Vorher drehte er die Actionfilme Auf der Jagd und Einsame Entscheidung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Fokus klar auf den Actionszenen gesetzt ist. Und genau das ist Star Trek eben nicht. Die Star Trek Reihe will sich von eben diesen Sci-Fi-Actionfilmen abheben und legte seither mehr Wert auf Geschichte und Charaktere. Lassen wir Star Trek – Der erste Kontakt mal außen vor, überzeugte keiner der Filme durch die Action. Zwar war sie immer ein Bestandteil, aber die das Hauptaugenmerk. Es geht darum, Welten zu entdecken, die bisher noch kein Mensch gesehen hat. Baird dreht den Spieß um. Spektakuläre Raumschlachten, diverse Schießereien und eine klassische Verfolgungsjagd machen Nemesis bis dahin zum actionreichsten Film der Reihe.

Was Actionfreunde aufatmen lässt, ist den Trekkies ein Dorn im Auge. Die Tiefe der Charakter ist überschaubar. Sie wirken leer und die Darsteller spielen maximal routiniert. Irgendwie weiß die Story nicht so recht wo es nun hingehen soll. Die Beweggründe des Picard-Klones Shinzon sind nicht eindeutig. Warum hat er so einen Hass auf Picard und seine Crew? Warum will er die Föderation auslöschen? Warum verbündet er sich mit seinen größten Feinden? Seine Beweggründe sind Mittel zum Zweck für spektakuläre Actionsequenzen. Auch Tom Hardy kann hier noch nicht sein schauspielerisches Talent beweisen. Momentan ist Hardy einer der gefragtesten Darsteller, doch hier wirkt er doch ziemlich jung und unerfahren. Seine Figur ist einfach oberflächlich. Ob Hardy damals noch nicht in der Lage war, seiner Figur Leben einzuhauchen oder ob das Drehbuch einfach nicht mehr hergab, lässt sich schwer sagen.

In seinem Drang die Hardcorefans glücklich zu stimmen, versagt Baird auf ganzer Linie. Diverse Anspielungen an die Serie sollen den Trekkie ein gewisses Nostalgiegefühl vermitteln. Doch will dies nicht wirklich funktionieren. Zwar werden die Nebenfiguren nicht mehr als Statisten verheizt doch geht auch dabei der Schuss nach hinten los. Es werden zwar die Figuren aufgewertet, doch ist dies schlussendlich dann einfach zu wenig. Der Zuschauer will mehr sehen und bekommt dies einfach nicht geboten. Somit ist fraglich, ob diese nicht doch besser Nebenfiguren hätten bleiben sollen.

Der Look des Filmes ist ziemlich CGI-lastig. Klar, dass bei der Fülle an Raumschlachten nicht nur Modelle genutzt werden können. Doch ist dies irgendwie Schade. Es will nicht der Charme der alten Filme aufkommen. Auch ist das CGI stellenweise nicht wirklich gut gelungen. Da schneidet beispielsweise Star Trek – Der erste Kontakt deutlich besser ab. Die Sets wirken so, als wären die aus Plastik und schmählern somit den Realismus. Irgendwie fehlt einfach genau das, was Star Trek normalerweise ausmacht. Das Herz. Angeblich kannte Stuard Baird vorher weder die Charaktere von Star Trek, noch sah er im Vorfeld eine Folge davon. Somit ist es eigentlich kein Wunder, dass Nemesis weder oberflächlich noch tiefsinnig funktioniert.

Doch deklassiert dies Nemesis nicht zwangsläufig zu einem schlechten Film? Außerhalb des Star Trek Franchises wäre Nemesis ein durchaus passabler Genrebeitrag. Die Action ist gut und wurde zahlreich eingesetzt. Das heißt, die Actionfreunde haben ihren Spaß hier dran. Nemesis hält sich nicht lange mit Belanglosigkeiten auf, sondern wirft die Crew direkt ins Geschehen. Neben einer Verfolgungsjagd mit einem Wüstenbuggy erwarten den Zuschauer noch zahlreiche Schießereien, einige gute Raumschlachten, eine derbe Prügelei und eine gewaltige Kollision. Rein actiontechnisch macht Nemesis schon ziemlichen Spaß. Leider reicht dies nicht aus, um Star Trek – Nemesis zu retten. Die vorerst letzte Reise der Crew ist bei weitem nicht befriedigend. Jeder Trekkie wird dementsprechend enttäuscht sein. Diejenigen, die nur wenig mit der Welt um die Sternenflotte zu tun haben werden relativ gut unterhalten.

Fazit

"Star Trek – Nemesis" ist ein kurzweiliger Spaß für alle Nicht-Fans des "Star Trek"-Franchise. Der Fokus liegt auf den Actionszenen und diese sind relativ gut umgesetzt, doch fehlt es "Nemesis" an dem, was einen "Star Trek"-Film ausmacht - und das sind Herz und Seele. Die Figuren sind schwach, die Story löcherig und beides kann in keinem Belangen das Herz eines Trekkies berühren. Somit steht "Star Trek – Nemesis" außerhalb der Traditionen der Reihe. Leider eine unbefriedigende letzte Reise der Crew rund um Picard und Co.

Autor: Christian Kühnemann

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