×
?
So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Basierend auf wahren Begebenheiten. Die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten Hachidai Nakamura, dem Liedtexter Rokusuke Ei und dem Sänger Kyu Sakamoto, aus der der japanische Pop-Hit „Sukiyaki“ hervorging.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Das bemerkenswertes an Zeze Takahisas (Heaven's Story) Verfilmung der Geschichte des titelgebenden Songs, mit deren Wahl als Eröffnungsfilm das 39. Tokyo International Film Festival seine Hoffnungen und Ambitionen signalisiert, ist, dass es nicht schon Dutzende gleicher Art gibt. Im Grunde gibt es diese auch, wenn auch über andere Pop-Ikonen als Jazzpianist Nakamura Hachidai (Okada Junichi, Children Untold), Songwriter Ei Rokusuke (Matsuzaka Tori, 100 Metres) und Sänger Sakamoto Kyu (Nakano Taiga, 11 Rebels). Die Drei schufen im Japan der frühen 60er die berühmte Ballade, die es als einziger japanischer Song an die Spitze der US-Billboard-Charts, schaffte. 


Der Erfolg ist nicht ohne Ironie, die sich bis in den internationalen Titel der Hochglanz-Produktion niederschlägt, angesichts des historischen Hintergrunds des Hits. Ei schrieb ihn 1963 unter dem Eindruck der massiven Proteste gegen den zwischen USA und Japan ausgehandelten Sicherheitsvertrag, den die mehrheitliche Bevölkerung als Rückschlag gegen Demokratie und Autonomie sah. Doch der politische Kontext ist nahezu unsichtbar in der glattpolierten Erfolgsstory des von Nakamura mit der klassischen Melodie vertonten und von Sakamoto im zeittypischen kayōkyoku Stil gesungenen Songs. Dessen Original-Titel und melancholischer Text scheinen losgelöst vom Plot. 


Der zelebriert die glanzvollsten Momente der jungen Protagonisten. Jeder der Drei hat eine prospektive Partnerin, ein paar harmlose Konflikte und fällt in eine vorgefertigte Typologie, die individuelle Charakterisierung ersetzt. Die Retro-Boyband versetzt ihr weibliches Publikum bi pompösen Konzertauftritten in die biederste Form von Ekstase. Auch in den US, deren Post-War-Paranoia gegen Japan konzilianteren Klischees wichen. Doch Minato Takehikos Drehbuch interessiert sich kaum für die Rolle von „Sukiyaki“ in diesem Prozess. Der einst für seine kommerzielle Massentauglichkeit gewählte US-Songtitel markiert ungewollt die inszenatorische Nivellierung zu elegantem Einheitsbrei.  


Fazit

Ein Star-Cast und schablonenhaftes Show-Spektakel befreien Takahisa Zezes kommerzieller Mainstream-Mischung aus Musikfilm und Melodrama, weder von ihrem TV-Film-Flair, noch der derivativen Dramaturgie. Der international selbst zum Japan-Klischee avancierte Song wird rauf und runter gespielt zu den Höhen und trivialen Tiefen in der überschaubaren Erfolgsphase der Popstar-Protagonisten. Die lyrischen Anklänge des Klassikers sind nur noch theatralischer Gestus, der historische Hintergrund pittoresker Zeitkolorit. Auf über zwei Stunden ausgebreitet wird die schwärmerische Ikonographie zum gefälligen Gegenstück der universell erkennbaren Komposition: austauschbares Konventions-Kinos, das sofort vergessen ist. 

Kritik: Lida Bach

Wird geladen...

{{ loadError }}

×