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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Die junge Ballerina Kate erhält ein Stipendium für eine angesehene Akademie in Paris. Dort wird schon bald ihr Selbstwert durch Mitschülerin Marine, die gerade ihren Bruder verloren hat, auf die Probe gestellt. Ihre Beziehung wandelt sich von Animosität zu einem kreativen, durch Lügen und sexuelle Neugier geprägten Wettstreit. Sie riskieren alles für die Aufnahme in die Opéra National de Paris.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Baletttanzen im Film ist selten eine einfache Angelegenheit. Und das nicht nur wegen der filigranen Präzision und der immensen körperlichen Anstrengung, sondern vor allem wegen den Dingen, die sich hinter den Kulissen zutragen. Birds of Paradies reiht sich nun in die Reihe solcher Tanzfilme und Dramen wie Black SwanSuspiria und Girl ein, nicht immer so tiefschürfend, alptraumhaft oder authentisch wie in den vorangegangenen Beispielen, aber mit gewissen Charme. Der vierte Spielfilm der Regisseurin  verdeutlicht nach einigen unterdurchschnittlichen Amazon-Eigenproduktionen, dass nicht jedes Werk, welches exklusiv auf Prime Video landet, miserabel sein muss, gleichzeitig aber auch, dass nur sehr selten eines wirklich herausragt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die zwei gegensätzlichen jungen Frauen, Kate () und Marine (), die sich nach anfänglichen Streits und dem andauernden Konkurrenzdruck anfreunden und sich gemeinsam unterstützen wollen. Mittellose, begabte Ballerina trifft auf erfahrene, bereits vernetzte und gut ausgebildete Tänzerin - schablonenhafte Figuren, denen im Verlauf der Geschichte zumindest noch ein paar tiefsinnige Hintergründe anerzählt werden. Auf der einen Seite gelingt das mit dem nahbaren Hinterfragen eigener Beweggründe zum Traum vom Tanzen, auf der anderen Seite zeigt es sich plump, wenn eine der Hauptfiguren mit ihrem Vater über die Geburt der Sterne philosophiert. 

Oft entsteht das Gefühl, dass sich die Handlung mit unterschiedlichen Tempo weiterentwickelt. Während sich das Training und das Vorbereiten auf die große Prüfung, klassisch wie bei etlichen Sportler*innendramen, bis zum Ende hin entwickelt und zuspitzt, sind es hin und wieder zwischenmenschliche Momente, die einen Gang zu viel zu legen. Sei es das Anfreunden der beiden Protagonistinnen, Gespräche mit den Konkurrentinnen oder eine abendlichen Tanzübung, die in ernsthaften Sex endet. Zwischen den Hauptcharakteren entwickelt sich zwar keine Liebesbeziehung, aber eine interessante Chemie, die noch weiter hätte ausformuliert werden können, ehe sie zum Schluss mit einem klischeehaften Aufopferungsmoment realitätsfremd aufgelöst wird. 

Birds of Paradies ist an vielen Stellen emotional aufgeladen und macht keinen Hehl daraus, dass seine Hauptfiguren noch im jungen Alter sind. Die Gefühlsausbrüche und Streits scheinen stellenweise willig heraufbeschworen, erfüllen im Zusammenhang mit ihrem Befinden und ihrer Reife aber durchaus ihren Sinn. Ebenso wie sich die Anstrengung der Sportler*innen über die Laufzeit von knapp zwei Stunden in gewisser Art und Weise auf das Publikum überträgt und der Druck und die fraglichen Methoden des Trainings deutlich werden. 

In seinen Tanzszenen eröffnet Birds of Paradies dann eine andere Welt: eine, in der Licht und Schatten eine große Rolle spielen und sich die Tänzer*innen oft in leuchtenden Glitzer bewegen. Ausdrucksstark und hypnotisch vertanzen die Figuren ihre (emotionalen) Zustände und brechen zumindest aus ästhetischer Sicht aus Sportdramenkonventionen aus. Maske und Kulisse wirken wie aus einer Opernausführung gegriffen, die Musik nähert sich hingegen eher modernen Popsongs an. Die Szenen sind effektvoll, beinah ein wenig dystopisch und unheimlich und sicherlich eine der Stärken des Films.

Fazit

„Tanz zum Ruhm“ präsentiert einen mystisch und dramatisch angehauchten Reigen zweier zuverlässiger Hauptdarstellerinnen im weitgehend bekannten Gerüst eines Sportler*innendramas. In seinen knapp zwei Stunden Laufzeit ist er nicht immer frei von Kitsch, Längen oder Unebenheiten in der Charaktererzählung, zeigt in seinen Tanzmomenten jedoch, welches inszenatorische Potential in ihm steckt.

Autor: Paul

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