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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

In Montreal verliebt sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein armer Junge in ein Mädchen, dessen Tränen sich in Perlen verwandeln. Er verkauft sie an einen skrupellosen und gierigen Pfandleiher. Von der Aussicht auf Wohlstand getrieben, muss der Junge sich zwischen Liebe und Reichtum entscheiden.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Laut Chris Lavis und Maciek Szczerbowski (Madame Tutli-Putli), den Regisseuren des Kurzfilms, ist Das Mädchen, das Perlen weinte eine Liebeserklärung an Montreal. Das mag sein, dass die Filmemacher damit dieser Stadt Respekt zollen, doch für eine Liebeserklärung ist der Kurzfilm zu zynisch und kalt. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte in der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg spielt und die Trostlosigkeit der damaligen Welt aufgezeigt werden soll. Die Story ist dabei ziemlich ernüchternd, weil sie mehr oder weniger aussagt, dass unsere Welt sich immer mehr zum Schlechteren gewandelt hat und immer unechter geworden ist. Auch wenn der ein oder andere es genauso sehen sollte, hätte zumindest ein Silberstreifen am Horizont oder ein Hoffnungsschimmer nicht geschadet. Zumindest weiß man sofort, dass für die Filmemacher das Glas nicht einmal halbleer ist, sondern voll, doch es ist gefüllt mit Tränen oder vielmehr mit Perlen.

Bei diesem Kurzfilm wartet man vergeblich auf ein Happy End und obwohl es nicht immer ein Happy End sein muss, ist Das Mädchen, das Perlen weinte nicht nur durch ihre Tränen getränkt, sondern durch eine derartige Hoffnungslosigkeit und Kaltherzigkeit, dass man in gewisser Weise von der Einseitigkeit der Geschichte enttäuscht ist. Alle Figuren sind grausam und habgierig und sie wandeln sich auch nicht. Das Mädchen, das Perlen weinte, ist eine trostlose Fabel, die von Werken Hans Christian Andersens inspiriert wurde und die Geschichte aus der Sicht der Grausamen erzählt. Die Welt ist, wie sie ist, aber muss man alles so düster sehen? Die einzige neutrale Aussage, die der Kurzfilm trifft, ist: Der Wert einer Sache ergibt sich aus der Geschichte, die man mit ihr verbindet.

Das Besondere an dieser Geschichte ist nicht ihr Inhalt, sondern ihre äußere Präsentation, weil bei diesem Oscarbeitrag echte Figuren in Stop-Motion animiert wurden. Die Figuren wurden weder gezeichnet noch mit dem Computer animiert, sondern sie existieren wirklich als echte Puppen und sehen tatsächlich dreidimensional aus. Auch die Kulissen der Stadt wurden nicht einfach nur gemalt, sondern teilweise aus Müll gebastelt. Und wenn man auch noch erfährt, dass die Filmemacher 10 Jahre lang an dieser Idee gearbeitet haben und ganze 5 Jahre diesen Kurzfilm gedreht haben, dann muss das entsprechend berücksichtigt werden. Optisch kann man an diesem Film nichts auszusetzen haben und aus künstlerischer Sicht ist er durchaus wertvoll. Inhaltlich lässt es sich darüber streiten, ob man die Geschichte unbedingt mit dieser Moral und aus dieser Perspektive hätte erzählen sollen. Darüber werden sich die Mitglieder der Academy vor der diesjährigen Oscarverleihung den Kopf zerbrechen.  

Fazit

Ein bemerkenswertes, doch kaltherziges Stop-Motion-Werk, das mit Trostlosigkeit und der Grausamkeit der Figuren die Unechtheit unserer Welt anprangert.  

Kritik: Yuliya Mieland

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