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Der Selbstmord seines Vaters hat James aus der Bahn geworfen. Seine trauernde Mutter ist keine Hilfe, so streift James erst durch den Wald, später durch die Stadt, wo der vom Tod faszinierte Junge durch die Freundschaft des gleich alten Musikers Harmon und Val die Wildnis in sich selbst verlassen kann.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Die Wildnis, wo alles hingeht, zum Leben und zum Sterben, steckt in jedem von uns, wo sie unermüdlich wartet und wütet. Sie hinter sich zu lassen, ist die Aufgabe von Michael Johnson selbst verfassten Indie-Debüt. Und „All the Wilderness“ löst das sensibel-humanistisch, ganz traumhaft die Wunder und die Angst der Jugend beschwörend, ihren Esprit und ihre Musik, als introspektive Verarbeitung einer schweren Verlusterfahrung.

„It really fucked me up“, beichtet der schlaksige Außenseiter James (mit Veilchen: Kodi Smit-McPhee, „The Congress“, „Planet der Affen“), der vor seinem Trauma und Schulschlägern davonläuft, in seine poetische Traumwelt, deren Vorstellungskraft in konstanter Reibung mit der Realität steht. Die sorgenvolle Mutter Abi (schöne Momente von Virginia Madsen, „Candyman“) knabbert selbst mit viel Rotwein an ihrer Trauer.

So berückend wie Jane Campion, nur zugänglicher

Gelegentliche Gespräche mit einem Psychologen (Danny DeVito hinter grauem Vollbart), Lyrik und die Faszination für tote Tiere helfen ihm nicht, den sozialen Anschluss wiederzufinden. Es benötigt keinen Wander-Marathon wie in „Der große Trip – Wild“, sondern die Freundschaft des Skaters/Musikers Harmon (Evan Ross, „Mockingjay“), um mit ein wenig Rebellion aus dem Dschungel seiner Verstörung heraus zu gelangen.

All the Wilderness“ folgt diesem Weirdo so berückend wie es Jane Campion kann, nur wesentlich zugänglicher. Eine zarte Annäherung an die sommersprossig herb-hübsche Val (Isabelle Fuhrman aus „Orphan“ ist vergleichbar mit der jungen Jennifer Connelly und Shailene Woodley) beschwört den Zauber, den Woodley („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) in ihren Filmen entfaltet, besonders bei „White Bird in a Blizzard“.

Kunstvoll-rauschhafte Erfahrung mit dunkler Grundierung

Von Synthie Pop bis Klavier, von Chopin bis Punk: Der üppige Soundtrack lässt die großartigen Bilder schwingen, eine kunstvoll-rauschhafte Erfahrung, die mit ihrer dunklen Grundierung „The Truth About Emanuel“ ähnelt und auch etwas „Jamie Marks is Dead“ (freilich ohne Geister). 

Dies ist eine Gastkritik von Thorsten Krüger und kommsieh.de

Fazit

„All the Wilderness“ ist ein hinreißendes Versprechen auf das Leben, das auf James wartet, nachdem er seinen Fluch abgestreift hat. Ein Gedicht!

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