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Inhalt

Henry Whipple (Dennis Quaid) ist ein Farmer in Iowa, der mit seiner landwirtschaftlichen Arbeit die Tradition seines Vaters (Red West) und Großvaters fortführt. Während Henrys älterer Sohn Grant (Patrick W. Stevens) umherreist und Berge besteigt, lebt der jüngere Dean (Zac Efron) noch zu Hause. Dean träumt jedoch nicht von der Übernahme des Familiengeschäfts – sondern von einer Karriere als Rennfahrer. Es kommt zu Konflikten, die das fragile Gefüge der Whipple-Familie bedrohen…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Um jeden Preis“ ist die erste größere Produktion des Indie-Regisseurs Ramin Bahrani („Man Push Cart“). Angesichts der Besetzung (Dennis Quaid, Zac Efron, Heather Graham etc.) lässt sich gar von einem Prestigefilm sprechen. Es handelt sich dabei um ein Melodram – eine kinematografische Familiensaga, wie sie Hollywood seit jeher liebt: Unweigerlich werden Erinnerungen an Klassiker wie die John-Steinbeck-Adaptionen „Früchte des Zorns“ und „Jenseits von Eden“ wach, sowie an viele Tennessee-Williams-Stücke bzw. deren Bearbeitungen für die Leinwand oder den Fernsehbildschirm.

Der Inhalt des Werks lässt auf exorbitantes Gefühlskino schließen, welches nicht selten mit einer maßlos-hysterischen Inszenierung sowie mit Overacting an der Grenze des Lächerlichen einhergeht. Überraschenderweise werden die zum Teil überkonstruiert-unglückseligen Ereignisse in „Um jeden Preis“ jedoch nicht auf jene naheliegende Art und Weise umgesetzt. Die Angst um die eigene Existenz sowie das Zerplatzen von Träumen werden – ebenso wie Konfrontationen, Trennungen, Abschiede und sogar Totschlag – erstaunlich „undramatisch“ in Szene gesetzt, indem nur äußerst sparsam mit Musik gearbeitet wird oder auch gänzlich auf deren Einsatz in einigen veritablen Tragödienmomenten verzichtet wird. Dadurch verliert das Ganze (zum Glück) etwas von seiner Künstlichkeit und gewinnt an Wirkung, die über die Freude an einem kompetent gemachten family drama hinausgeht. Das Schauspiel ist erfreulich unaufdringlich: Dennis Quaid verkörpert den sich unbekümmert gebenden, zuweilen überaus dreisten und rücksichtslosen modernen Landwirt Henry ohne die Übertreibungen, die es in diesem Rollenfach allzu oft zu bemerken gilt; und auch Zac Efron widersteht dankenswerterweise der Versuchung, als rebellischer Sohn eine hochemotionale James-Dean-Performance zu liefern. Die beiden Hauptdarsteller agieren solide – und werden dabei einwandfrei von Kim Dickens, Maika Monroe und Heather Graham als die Frauen in ihrem Leben unterstützt.

Wiewohl das Drehbuch (geschrieben von Ramin Bahrani und der Newcomerin Hallie Elizabeth Newton) mit vielen Klischees operiert, ist der Film dramaturgisch nicht völlig uninteressant. Der Vater/Sohn-Konflikt entwickelt sich weniger vorhersehbar, als man es zunächst befürchten muss – und selbst Soap-Opera-Elemente wie die Affäre des Vaters laufen nicht auf die üblichen Situationen hinaus. Schön (wenn auch ein bisschen forciert und leider ins Leere laufend) ist der Nebenstrang um die freundschaftliche Beziehung zwischen Henry und Cadence (der von Maika Monroe sympathisch gespielten Freundin des Sohnes). Darüber hinaus gibt die Geschichte einen Einblick ins Agrarmilieu des Mittleren Westens und zeigt, unter welchem Druck die Farmer stehen („Expand or Die“) und zu welchen Methoden sie greifen (müssen), um gegen ihre Konkurrenten bestehen zu können.

Fazit

Um jeden Preis“ ist ein Familiendrama, dessen tragische, stellenweise stereotype Story unverhofft frei von Ausschweifungen inszeniert und interpretiert wird. Einige Figurenkonstellationen entpuppen sich zudem als durchaus reizvoll.

Autor: Andreas Köhnemann

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