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Quelle: themoviedb.org
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Inhalt

Als die letzte Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren in Europa endete, kehrten auch die Jahreszeiten zurück. Nicht länger herrschte andauernder Winter - Frühling, Sommer und Herbst hielten wieder Einzug. Statt Schnee und Eis bedeckten nun bald ausgedehnte Wälder den ganzen Kontinent - bevölkert von zahllosen Tier- und Pflanzenarten. "Unsere Wildnis" erzählt von der Entfaltung der Flora und Fauna im Wandel der Jahreszeiten sowie von ihrer Anpassung an die veränderten Gegebenheiten im Zuge der zunehmenden Einwirkung des Menschen auf die gesamte Umwelt.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Dokumentationen sind langsam wieder im Kommen. So war 2007 beispielsweise Unsere Erde ein Publikumserfolg. 2009 wurde uns in Unsere Ozeane die Welt unter Wasser präsentiert. Verantwortlich für Unsere Ozeane waren Jacques Perrin und Jacques Cluzaud. Zuvor drehten beide schon die Dokumentation Nomaden der Lüfte. Im Jahr 2015 kam die dritte Zusammenarbeit auf den Markt. Und es war wieder eine Dokumentation. Mit dem Film Unsere Wildnis nehmen die beiden den Zuschauer mit auf eine Reise durch die Zeit, in der der Wald die Hauptrolle übernimmt. Ob die filmische Reise gelungen ist wollen wir euch selbstverständlich nicht vorenthalten.

Ähnlich wie schon bei Unsere Erde und auch bei Unsere Ozeane wird hier eher auf die Bilder als auf Informationen gesetzt. Imposante und faszinierende Aufnahmen sind hier das Stichwort. Nur allzu häufig  fragt sich der Zuschauer, wie es überhaupt möglich war, diese Bilder aufzunehmen. Erstaunliche Nahaufnahmen von scheuen Tieren erwecken fast schon den Eindruck, als würde hier einiges aus dem Computer kommen. Tut es selbstverständlich nicht. Die Aufnahmen sind echt und versetzen das Publikum ins Staunen. Besonders toll anzusehen sind diverse Jagdszenen von einem Rudel Wölfe. Zwar merkt man hier und da, dass ein paar Szenen inszeniert worden sind und eben nicht von der Natur gesteuert sind, doch tut das dem Film kein Abbruch. Die Bilder sind toll und sind gleichzusetzen mit ähnlichen Genreerfolgen.

Die deutsche Begleitstimme (Sebastian Koch) hat bei Unsere Wildnis nicht wirklich viel zu tun. Die Bilder sind größtenteils selbsterklärend. Auch wird arg an Informationen gespart. Wer hier hofft, seinen geistigen Horizont zu erweitern und ein genaueren Einblick in die Welt der Wälder bekommen möchte, sollte die Finger davon lassen. Unsere Wildnis setzt auf Bilder und zieht dieses auch konsequent durch. Dies soll nicht bedeuten, dass man nichts Wissenswertes aus dem Film mitnehmen kann, doch hält sich dies eher in Grenzen.

Aufgebaut ist der Film wie eine Art Zeitreise. Beginnend bei der Eiszeit, wird das Leben in den Wäldern durch die verschiedenen Zeitalter beleuchtet. Besonders stark sind hier natürlich die Landschaftsaufnahmen und die Tierbilder. Die Idee selbst ist toll. Doch irgendwann muss bei einer Zeitreise ja auch der Mensch hinzukommen. Und dies tut dem Film nicht gut. Der Fokus rückt von den Tieren weg und beleuchtet, wie der Mensch die Umwelt selbst verändert. Wie der Wald als Lebensraum immer weiter vernichtet wird, um beispielsweise Feldern Platz zu machen. Glücklicherweise passiert dies nie mit dem erhobenen Zeigefinger. Klar verändert der Mensch die Umwelt nicht im positiven. Perrin und Cluzaud versuchen aber auch in allem das Gute zu sehen. Neuer Lebensraum für neue Tierarten. Nur in den letzten Minuten wird auf die Gefahr durch den Menschen hingewiesen.

Doch was sagt dies jetzt alles über Unsere Wildnis aus? Um dies zu sagen muss jeder für sich selbst überlegen, was ihm eine Dokumentation geben soll. Soll eine Dokumentation Wissen vermitteln? Oder soll Sie durch starke Bilder überzeugen, welche einem die Thematik auch ohne Worte näher bringt? Vertreter der ersten Ansicht, sollten lieber zu anderen Dokumentationen mit ähnlichen Themen greifen, da an Informationen arg gespart wird. Der Fokus setzt sich auf tolle und starke Bilder. Und wer genau sowas sucht, macht hier absolut nichts falsch. Im Gegenteil, viele Tiere wurden so gefilmt, wie Sie vielleicht vorher noch nie gefilmt worden sind. Besonders beeindruckend ist dies bei den scheuen Waldbewohnern. „Unsere Wildnis“ muss sich bildtechnisch also nicht vor Genrereferenzen wie Unsere Erde oder Unsere Ozeane verstecken.

Fazit

"Unsere Wildnis" besticht durch tolle Bilder. Atemberaubende Tieraufnahmen und ein interessanter Erzählstil unterhalten über die Laufzeit von knapp 129 Minuten.  Doch werden zu wenige Informationen mit den Zuschauern geteilt, sodass es kaum einen Mehrwert neben den Bildern gibt. Hier wäre etwas mehr durchaus wünschenswert gewesen.

Autor: Christian Kühnemann

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