Mich hat „Annabelle“ richtig wütend gemacht. Seit Jahren wird das Horrorgenre mit saudummem, immer gleich ablaufendem Okkultgrusel überflutet – und einer ist langweiliger als der andere. Und jedes Mal schaue ich es mir wieder an, mit der Hoffnung unerwartet eine Horrorperle zu entdecken. Selbst schuld, muss ich da mittlerweile wohl sagen. Für die Zukunft speichere ich mir folgendes Fazit ab, damit ich nicht jedes Mal das gleiche schreiben muss:
„Der Film xy (hier Annabelle) ist handwerklich gut gemacht, die Schauspieler sind in Ordnung, die Story 0815 und kackend öde. Neue Ideen Fehlanzeige.“
Wenn die wenigen Ausnahmen (Insidious, Conjuring, allen voran Sinister) nicht wären, hätte ich mich vermutlich schon längst in den Fernseher gestürzt. So aber lass ich jetzt einfach die Hände weg von kinotauglichem 0815-Dämonenhorror. Fast jeder Film der anderen Horrorgenres schafft es zumindest, so etwas wie eine eigene Note oder kreative Einfälle zu erzeugen – das geht „Annabelle“ und Konsorten total ab.
Abschließend: Wer sich solch hässliche Puppen freiwillig ins Haus holt, hat die Hölle auch verdient.
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