Alien 2: On Earth hat mir solide gefallen. Gut fand ich dass da etwas völlig Fremdes in die Welt eindringt, ohne dass man es wirklich greifen oder verstehen kann. Dazu kommt dieses Höhlensystem bzw. die engen, klaustrophobischen Räume, die ganz passabel dieses Gefühl von Isolation und Eingesperrtsein erzeugen.
Was für mich auch funktioniert hat, waren die unangenehmen Bodyhorror-Momente. Die wirken zwar eher roh und nicht besonders hochwertig inszeniert, aber genau diese Körperlichkeit und das Fremde daran haben trotzdem ihren Effekt. Insgesamt entsteht dadurch dieses Gefühl, dass etwas nicht Menschliches in die Welt eingreift und alles langsam kippt, bis hin zu einem gelungen apokalyptischen Ende.
Weniger gut fand ich, dass ich wahrscheinlich eine geschnittene Version gesehen habe und dadurch viele Splattermomente gefehlt haben. Außerdem ist der Film insgesamt ziemlich klar im Bereich Trash einzuordnen – die Figuren sind eher schwach geschrieben, die Dramaturgie ist dünn und insgesamt wirkt das alles nicht besonders tief oder ausgearbeitet.
Auch der Titel wirkt im Nachhinein ziemlich irreführend, fast schon wie ein dreister Versuch, vom Namen von Ridley Scotts Alien zu profitieren. Das fühlt sich ein bisschen wie eine Mogelpackung an, weil der Film eigentlich in eine ganz andere Richtung geht. Unterm Strich funktioniert der Film für mich eher über Atmosphäre, Isolation und das Konzept der fremden Bedrohung als über Story oder Figuren.