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Monroe

Kritik von Monroe

War eher nicht meins ...

Der Film basiert stark auf einem überdrehten Internet-Streamer, der ein angeblich verfluchtes Haus live erkundet, während er ständig kommentiert, schreit, Witze macht und mit seinem Publikum interagiert. Dadurch wird der Horror bewusst gebrochen. Für Zuschauer, die Horror eher wegen Atmosphäre, Mystery und ernsthafter Bedrohung mögen dann eher nicht das was ich möchte obwohl er wenn er mit Publikum arrgiert er die vierte Wand durchbricht was dann schon wieder was hat aber nicht mit Ironie oder Witz.

Ein zweiter Punkt ist die Figur des Protagonisten. Der Streamer ist absichtlich nervig, laut und selbstverliebt angelegt – eine Karikatur moderner Influencer-Kultur. Das kann zwar satirisch gemeint sein, aber es erschwert die Identifikation. Da habe ich heute schon nadere Figuren wie Außenseiter, Antihelden oder stoische Charaktere beschrieben die mir viel besser gefallen haben, während hier jemand im Mittelpunkt steht, der eher als komische Nervfigur funktioniert.

Ein weiterer Punkt ist die Art des Horrors. Deadstream arbeitet viel mit lauten Jumpscares, überdrehten Reaktionen und Slapstick-Horror. Dadurch entsteht eher eine Mischung aus Geisterbahn und Horror-Komödie. Wenn man Horror lieber wegen rätselhafter Bedrohung, Atmosphäre oder symbolischer Ebenen mag – wie bei Filmen mit Mythos oder systemischer Idee – wirkt so ein Ansatz schnell oberflächlicher.

die Found-Footage- bzw. Livestream-Mechanik. Der Film ist so aufgebaut, als würde alles direkt aus einer Kamera oder einem Stream kommen. Das erzeugt zwar ein modernes Setting und ist theoretisch das beste am Film nur bleibt das wegen oben schon genannter Punkte ungenützt.

Außerdem fehlt dem Film ein größerer mythologischer oder systemischer Unterbau. Das verfluchte Haus ist zwar eine bekannte Horrortrope, aber der Film interessiert sich weniger für eine tiefere Legende oder Welt, sondern mehr für das Chaos des Streams und die Reaktionen des Protagonisten.

Hat noch eine Chance bei der Zweitsichtung bekommen aber leider komme ich da auch zu dem Resumee das der Film bei 4 Punkte (uninteressant) bleit weil er Horror vor allem über Ironie, Internet-Satire und laute Effekte erzählt und weniger über Atmosphäre, Mystery etc..


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