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Monroe

Kritik von Monroe

Ender´s Game - Das große Spiel kann über weite Strecken als Parabel über Manipulation, Gehirnwäsche und die Mechanismen von hierachischem Machtmissbrauch betrachtet werden.So nach dem Motto "du musst sie dir holen wenn sie jung sind" Deutlich lässt sich erkennen welche unterschiedlichen Techniken da zum Einsatz kommen. In welcher Weise an die menschliche Emotion dafür zu dem Zwecke eingespannt wird, ist vielfältig, Propaganda im Tv, der Appel an die menschliche Psyche um Leute genau in diese Ecke zu drängen die man will und sie für die eigenen Zwecke einzuspannen. Da kennt jemand den Menschen sehr gut, bzw. seine Schwächen. Das wurde für mich jederzeit spannend und interessant dargestellt und obwohl ich den Film schon ein zweites mal gesehen habe war ich wieder gefesselt.
Man mag ja sonst von Orson Scott Crad halten was man will (Mormone, homophob) nicht das ich diesbezüglich seine Meinungen teile oder auf gleicher Linie mit ihm bin und ich kann mir schon denken das ér auf MP einen schweren Stand hat, aber so rein objektiv gesehen entlarvt er Mechanismen die im Hintergrund ablaufen, schon so und beobachtet man was auf der Welt vorgeht schon mit akkuraten Gedanken. Das funktioniert in der ersten Hälfte alles prima im Mittelteil haben sich ein paar Längen eingeschlichen und es offenbaren sich ein paar Gedanken die ich eingangs erwähnt habe die dann doch nicht ganz zu Ende gedacht wurden. Obwohl ja auch das Teil des großen Spiels ist, und vom Erlösermotiv ganz zu schweigen, das fand ich aufgesetzt, aber wie gesagt das Große Spiel zielt ja darauf ab.
Ender´s Game kann von der Optik und dem Score aber dafür voll und ganz überzeugen so der Score hat schon was, und kommt immer treibend zum Einsatz wenn im luftleeren Raum Trainingseinheiten geübt und für den Ernstfall geprobt. Und wie gesagt Optisch kann ich auch keinen Makel an dem modernen Science Fiction Film finden. Alles wirklich einwandfrei.
Alles in allem kann auch die Besetzung punkten Harrison Ford als Colonel, Asa Butterfield als junger Rekrut und Retter der Menschheit, wirkt zwar von Zeit zu Zeit etwas blass macht seine Sache aber dennoch sehr gut. Mit dem Auftauchen von Ben Kingsley als tätowierter Maori hat der Film mit diesem Schauspielgewicht von der Präsenz her die besten Momente. Dieser Ben Kingsley wie er da im Schlafraum meditierend plötzlich den wach werdenden Ender erschrickt, dieser flüchten will und blitzschnell am Fuß gepackt wird, das hat schon was gleichermaßen unheimliches, majestätisches und mentorhaftes an sich. Das war sicher schauspielerisch einer der besten Momente und immer wenn Kingsley auf der Bildfläche auftaucht wird das Level gehoben, wobei wie gesagt die anderen ebenfalls gut sind und sich echt Mühe geben, so finde ich es doch Schade das Abigail Breslin sagen wir es mal so nur der Ball-zu-Werfer von Ender ist.
Fazit:
Spannend & jederzeit interessanter Science Fiction Film nach einer Romanvorlage über Manipulation/Machtmissbrauch und wenn man so will kann man Ender´s Game auch als soziologisches Experiment ansehen, den wie verhalten sich Menschen wenn sie gezielt worauf hingesteuert werden, mit prominenter Besetzung die jedesmal wenn Kingsley auftaucht an Größe dazu gewinnt und gelungener und guter Optik und einem Wahnsinns Score. Nur im Mittelteil haben sich ein paar Längen eingeschlichen und einige Idee wirken nicht ganz zu Ende gedacht und das Ende wirkt aufgesetzt.



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