Ich muss ehrlich sagen, dass Scream 4 für mich überhaupt nicht funktioniert hat.
Das größte Problem war die ständige Ironie und das permanente Reden über Slasher-Regeln. Dadurch entsteht bei mir keine echte Spannung, weil der Film die ganze Zeit erklärt, was passieren könnte, statt es einfach geschehen zu lassen. Ich verstehe zwar, dass das Konzept bewusst meta sein soll und sich mit dem Genre selbst beschäftigt, aber genau das zerstört für mich die Wirkung.
Statt Unsicherheit oder Angst zu erzeugen, wird alles vorhersehbarer und fühlt sich eher wie eine Analyse des Horrorfilms an, während ich eigentlich in der Situation drin sein möchte. Auch Ghostface wirkt für mich dadurch weniger bedrohlich, weil er nicht nur als Killer, sondern fast als Teil eines erklärten Systems wahrgenommen wird, das die Figuren ständig kommentieren.
Dadurch geht genau das verloren, was Slasher für mich spannend macht: Unmittelbarkeit und echte Gefahr. Ich hätte mir gewünscht, dass man aus der direkten Perspektive von Ghostface arbeitet und über seine Livecam-überträgt, damit die Bedrohung greifbarer und intensiver wirkt. So hätte ich das Gefühl gehabt, wirklich mitten im Geschehen zu sein, statt ständig darüber zu hören, wie das Genre funktioniert.
Insgesamt ist Scream 4 für mich ein Film, der zwar das Slasher-Genre kommentieren will, dabei aber genau die Spannung verliert, die ich bei Horror brauche, weil ich nicht erklärt bekommen möchte, was passiert, sondern es erleben will.