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WilliamWhyler

Kritik von WilliamWhyler

Gesehen: Februar, 2026

Mit „Send Help“ meldet sich (endlich)Sam Raimi zurück in dem Terrain, das er wie kaum ein anderer beherrscht: - dem wilden Grenzgebiet zwischen Horror, schwarzer Komödie und grotesker Überzeichnung. Eine frische Brise auf dem un-inspirierten gegenwärtigen Filmmarkt - ein wirklich frischer Genre-Trip, der Raimis alte Energie wieder aufblitzen lässt. Die Ausgangslage klingt zunächst nach klassischem Survival-Thriller: Ein Flugzeugabsturz, zwei Überlebende, Isolation und die Frage, wie lange Zivilisation im Angesicht des Todes hält. Doch Raimi interessiert sich weniger für Realismus als für Eskalation. Blut, Wahnsinn und absurde Tonwechsel. Das alles gehört hier zum Konzept. Der Film  ist ein „Gore lighter“, ein nervöser Tanz zwischen Spannung und Slapstick, bei dem der Horror oft ebenso grotesk wie unterhaltsam wirkt. Für mich einmal mehr klasse besetzt Rachel McAdams, die eine ihrer stärksten Performances abliefert. Unterhaltsam überdrehte Gewaltmomente, rabenschwarzer Humor, ein Tempo, das nie lange (außer beim Feuer) stillsteht. Für mich eine von  Raimis besten Arbeiten seit „Drag Me to Hell“ und endlich mal wieder ein Werk, das seine Handschrift erkennen lässt. Überdreht, brutal, witzig, manchmal etwas zu sehr verspielt,  doch getragen von starkem Schauspiel und einer Regie, die Genre nicht nur bedient, sondern lustvoll zerlegt. Ein blutiger Spaß mit Biss, der vielleicht nicht perfekt ist, aber definitiv ein Film, der „im Gedächtnis bleibt und genussvoll zur Zweit Sichtung einlädt. Vielleicht der neue Thelma und Luise? Denn „Send Help“ hat das Zeug zum Klassiker.

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