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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Obwohl der 11-jährige Jesse Aaron täglich verbissen dafür trainiert, der schnellste Läufer seine Klasse zu werden, wird er von Klassenneuzugang Leslie Burke mühelos überholt. Trotz dieser Konkurrenzsituation lernen sich die beiden besser kennen. An einem Nachmittag, nach der Schule, rennen sie in den naheliegenden Wald, wo sie über ein "magisches" Seil in ihre Fantasiewelt Terabithia übersetzen und dort einiges an Abenteuern erleben. Doch, als Jess eines Tages von einem Ausflug mit seiner Lehrerin Mrs. Edmonds zurückkehrt, hat sich etwas Schreckliches ereignet...
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Die Brücke nach Terabithia ist ursprünglich ein Roman von Autorin Katherine Paterson, die sich auf Grund von realen Ereignissen mit ihrem Sohn dazu entschied, eine junge Zielgruppe mit der Form der fantasievollen Trauerbewältigung zu konfrontieren. Das 1977 erschienene Buch wurde schnell ein Bestseller und wird in englischsprachigen Schulklassen oft im Unterricht behandelt. Gábor Csupó (Rugrats), der mit Die Brücke nach Terabithia sein Spielfilmdebüt als Regisseur gibt, nahm sich 2007 der Vorlage an und setzte sie mit Hilfe von Katherine Patersons Sohn David L. Paterson als Drehbuchautor um. Die visuellen Effekte, mit denen die ersten Trailer hauptsächlich warben, wurden von der neuseeländischen Firma Weta Digital umgesetzt, die später für Filme wie Avatar und diverse Marvel-Einträge ebenfalls engagiert wurden.

Die Hauptrollen – den stillen Jesse Aaron, der neben täglichen Laufübungen auch Stück für Stück sein Skizzenbuch füllt und die extrovertierte Leslie Burke, die mit ihren Autoren-Eltern in das kleine Städtchen zieht, wurden mit Josh Hutcherson (Tribute von Panem) und AnnaSophia Robb (Soul Surfer) äußerst passend besetzt. Jesse, der als einziger Sohn der Familie oft abgetragene Kleidungsstücke der älteren Schwestern tragen muss und Mobbing in der Schule erfährt, ist der Gegenpol zum quirligen und fröhlichen Einzelkind Leslie, die vor Fantasie übersprudelt und sich durch die Arbeit ihrer Eltern viel mit sich selbst beschäftigen muss. Die beiden entwickeln schnell eine innige Freundschaft, wobei der Fokus auf Jesse liegt, der im Kontakt mit Leslie Antrieb und Mut findet. Weiterhin wird der Cast durch Namen wie Zooey Deschanel (500 Days of Summer), Robert Patrick (Terminator 2) und Bailee Madison (The Strangers – Opfernacht) ergänzt.

Die angesprochenen Thematiken Mobbing, Konflikte mit Eltern und Geschwistern, sowie die erste sanfte Suche nach der eigenen Persönlichkeit, die sich langsam festigt, resonieren mit der eingeflochtenen Magie, die Leslie durch ihre Geschichten und Ideen katalyisiert. Vor allem jüngere Zuschauer sollten sich mit den beiden Protagonisten identifizieren können, wobei die Altersfreigabe von 0 etwas zu optimistisch gesetzt ist – später folgende Schicksalsschläge sind für eine so junge Zielgruppe sicherlich weder greif- noch verarbeitbar, weshalb eine Empfehlung für Kinder mit Vorsicht zu genießen ist. Laut diversen Presse-Stimmen und der eigenen Erfahrung der hier schreibenden Kritikerin, traf der Film bei etwas älteren Kindern den richtigen Nerv und bewegte nachhaltig.

Die Brücke nach Terabithia
ist nicht der erste Film, der sich die Zielsetzung gesteckt hat, Kinder mit der Thematik von Verlust zu konfrontieren – er ist aber vor allem durch die Kombination mit den Fantasy-Elementen durchaus empfehlenswert, obwohl der Hang zur Überdramatisierung und Kitsch stellenweise stark hervorkommt. Auch sollte die Erwartungshaltung der Zuschauer bezüglich der phantastischen Elemente zurückgeschraubt werden – entgegen der offensichtlichen Inspiration durch C. S. LewisDie Chroniken von Narnia, ist die Magie nicht Fundament der Erzählung, sondern Mittel und Zweck, um Alltagserfahrungen zu verarbeiten und visualisieren. Kinder spielen und fantasievolle Kinder sehen die Dinge, die sie sich ausdenken auch vor ihrem (geistigen) Auge, dass diese aber wirklich existieren, steht dabei nicht zur Debatte –aber wer sich auch nur ein Fünkchen Fantasie bewahrt hat, wird die Welt kurzzeitig mit Jesse und Leslies Augen sehen können.

Fazit

Fantasie als Schutzmantel, als Instrument, um Schmerz zu verarbeiten und die eigene Kreativität und den Wunsch nach einer anderen Wirklichkeit auszuleben – "Die Brücke nach Terabithia" ist ein Drama für Kinder und Erwachsene, das die Problematiken des erwachsen werden mit fantastischen Elementen umspinnt und sich mit kritischen Thematiken wie Trauerbewältigung liebevoll auseinandersetzt.

Kritik: Miriam Aissaoui

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