Mit dem instinktiven Gespür für schwelende Konflikte, dass er in seinem vergangenen Cannes-Beitrag The Beasts demonstrierte, seziert Rodrigo Sorogoyen die künstlerische Ausgabe toxischer Männlichkeit, die sich parallel auf beruflicher und privater Ebene entfaltet. Getragen von Javier Bardems organischem Porträt eines zwischen Grandiosität und Gewissensbissen schwankenden Filmemachers, entsteht eine komplementäre Analyse der fließenden Grenzen von Konstrukt, Rekonstruktion und Revision der Vergangenheit. Formale Akzente in Schwarz-Weiß implizieren den doppelten Boden der hintersinnigen Story, deren spürbare Faszination mit megalomanischer Maskulinität ihre Kritik daran untergräbt.
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