Matte, melancholische Kameraaufnahmen von Andreas Bjørseth und ein aufgesetzter Naturalismus, der sich gestellter anfühlt als Hochglanz-Optik, verpacken Eivind Landsviks paternalistisches Persönlichkeitsporträt in einen generischen Indie-Look. Marie Ulvens unsicheres Schauspiel gibt der Zerbrechlichkeit ihrer Figur eine paradoxe Substanz, doch auch diese kann die Wehleidigkeit nicht vollends glaubhaft machen. Gelenkt von rigidem Moralismus folgt jedes Ereignis vorhersehbaren Bahnen. Das musikalische Motiv bleibt ein opportunistisches Gimmick, das weder die Psychologie noch Drama vertieft. Ein dramaturgisch und visuell entsättigter Abklatsch The Moment, ohne dessen Selbstironie und Biss.