Ob seelischer Schmerz von außen wie emotionale Apathie wirkt, oder umgekehrt, ist eine der unaufgelösten Fragen Saša Vajdas Solo-Spielfilm-Debüts, das in der Sektion Generation der 76. Berlinale Premiere feierte. Sensibilität versinkt schließlich in der erdrückenden Stagnation, die narrative und psychologiche Entwicklungen lähmt. Als verantwortungsvolle Fürsorgerin im Hintergrund ist Pflegerin Ana die interessantere Figur, der weder dramaturgisch noch dramatisch die verdiente Aufmerksamkeit zukommt. Die Parallelen zwischen physischen und psychischen Suchtmustern, Verhaltenszwängen und Selbstmedikation bleiben unscharf. Opake Figurenzeichnung lässt wenig Raum für schauspielerische Akzente, doch kreatives Potenzial ist spürbar.