Eine malerische Kulisse macht noch keine Atmosphäre und erst recht noch keinen guten Film. Das beweist Anaïs Tellennes skurriles Spielfilmdebüt, das sich mit der diffizilen Beziehung von Model und Kunstwerk auseinanderzusetzen will. Stattdessen dümpelt der sich mit motivischen Versatzstücken aus Sagen, Märchen und Mythen schmückende Beitrag der Filmfestspiele von Venedig in Verhöhnung und Pathologisierung moderner Kunst. Als deren Alternativ präsentiert die Regisseurin und Drehbuchautorin ein mit verklemmten Sex-Witzen, abgeschmackten Gags und antiquierten Sittenlektionen versetztes Golem-Gleichnis.
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