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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

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Videospiel "Warhammer 40.000: Boltgun 2" im Test: Für den Imperator, mit Vollgas durch die Hölle

OnealRedux

Von OnealRedux in "Boltgun 2" - Videospiel - Test / Review

Videospiel "Warhammer 40.000: Boltgun 2" im Test: Für den Imperator, mit Vollgas durch die Hölle Bildnachweis: © Auroch Digital

Manchmal braucht es keine ausgeklügelte Geschichte, keine offene Spielwelt und auch keine moralisch schwierigen Entscheidungen. Manchmal reicht ein Space Marine, eine absurd große Schusswaffe und eine Horde Chaosdämonen, die dringend daran erinnert werden müssen, weshalb man sich besser nicht mit dem Imperium der Menschheit anlegt. Warhammer 40.000 war schließlich noch nie ein Universum der diplomatischen Zurückhaltung.

Als großer Fan von Warhammer 40.000 habe ich ohnehin eine besondere Schwäche für Spiele, die dieses herrlich übertriebene Universum angemessen einfangen. Schon beim ersten Boltgun war es für mich deshalb vor allem das Gefühl, als schwer gepanzerter Space Marine durch die Level zu marschieren, das den größten Reiz ausmachte. Jeder Schritt vermittelte eine gewisse Wucht, jede Waffe besaß ordentlich Durchschlagskraft und jeder zerplatzte Chaosanhänger bestätigte auf ausgesprochen blutige Weise, dass der Imperator vermutlich zufrieden wäre. Spielerisch hatte der Retro-Shooter allerdings durchaus seine Probleme. Zu viel Orientierungslosigkeit, zu wenig Gegnervielfalt und gelegentlich ein Tempo, das nicht so recht zur brachialen Inszenierung passen wollte.

Mit Warhammer 40.000: Boltgun 2 bekommt die Reihe nun ihre zweite Chance. Und erfreulicherweise haben die Entwickler von Auroch Digital verstanden, dass ein guter Nachfolger nicht zwangsläufig alles verändern muss. Manchmal genügt es, die vorhandenen Stärken auszubauen, Schwächen auszumerzen und den Spielern noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten zu geben, das Chaos in seine Einzelteile zu zerlegen.

Zwei Krieger, ein Imperator und jede Menge Häresie

Geschichtlich bleibt sich Boltgun 2 treu. Die Mächte des Chaos bedrohen einmal mehr das Imperium und irgendjemand muss sich darum kümmern, dass die dämonische Invasion nicht allzu erfolgreich verläuft. Eine besonders komplexe Handlung sollte man dabei nicht erwarten. Einige kurze Zwischensequenzen, knappe Missionsbeschreibungen und ein Servo-Schädel als Begleiter liefern gerade genügend Kontext, um die nächste Schlacht zu rechtfertigen.

Das ist einerseits schade, denn das Warhammer-Universum besitzt bekanntlich einen gewaltigen Fundus faszinierender Geschichten, Charaktere und Konflikte. Andererseits wäre eine ausschweifende Erzählung in diesem Fall vermutlich auch nur im Weg. Boltgun 2 möchte kein erzählerisch anspruchsvolles Rollenspiel sein, sondern ein kompromissloser Shooter alter Schule.

Dafür gibt es eine ausgesprochen willkommene Neuerung: Neben dem aus dem Vorgänger bekannten Space Marine Malum Caedo dürfen wir diesmal auch als Adepta Sororitas Nyra Veyrath in den Krieg ziehen. Die beiden Figuren unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch in ihrer Beweglichkeit und Bewaffnung.

Malum bleibt der schwer gepanzerte Koloss, den Fans bereits kennen. Mit seiner mächtigen Rüstung, dem Kettenschwert und einer Vorliebe für besonders durchschlagskräftige Waffen fühlt er sich genau so an, wie ich mir einen Space Marine wünsche. Er ist kein gewöhnlicher Soldat, sondern eine wandelnde Kriegsmaschine.

Nyra bewegt sich dagegen etwas agiler durch die Level, setzt auf einen Slide statt Malums Sturmangriff und besitzt ein eigenes Waffenarsenal. Im Nahkampf kommt bei ihr ein Energieschwert zum Einsatz, während sie aus der Distanz unter anderem mit Boltpistole und Melter arbeitet. Die Unterschiede sind nicht gewaltig, verändern aber durchaus den Rhythmus der Gefechte.

Und genau das ist eine der schönsten Neuerungen des Nachfolgers. Beide Figuren bieten genügend Eigenheiten, um einen erneuten Durchgang interessant zu machen (zumal es im Warhammer-Universum ohnehin nie schadet, noch eine zweite Person für die Bekämpfung der Häresie bereitzuhalten).

Wenn jeder Treffer ein kleines Fest ist

Das eigentliche Herzstück bleibt natürlich die Action. Boltgun 2 orientiert sich weiterhin an den großen Ego-Shootern der Neunzigerjahre und verzichtet konsequent auf moderne Genregewohnheiten. Es gibt keine aufwendigen Rollenspielsysteme, keine Schleichpassagen und keine offene Welt. Stattdessen bewegen wir uns mit hoher Geschwindigkeit durch die Level, sammeln Munition und Rüstung ein, entdecken Geheimnisse und verwandeln alles, was sich uns entgegenstellt, in eine Ansammlung ziemlich unansehnlicher Pixel.

Was dabei sofort begeistert, ist das Treffergefühl. Die Waffen besitzen eine herrliche Wucht, Gegner reagieren entsprechend heftig auf Beschuss und überall explodieren Körper, Rüstungsteile und Blutfontänen. Das war bereits im ersten Teil eine der größten Stärken und gehört auch diesmal zu den absoluten Höhepunkten.

Gerade dieses wunderbar übertriebene Spratzen beim Schießen macht für mich einen erheblichen Teil der Faszination aus. Wenn eine Boltgun ihre Geschosse in die Reihen der Chaosanhänger hämmert, anschließend das Kettenschwert zum Einsatz kommt und der Bildschirm binnen Sekunden in einem Meer aus roten Pixeln versinkt, funktioniert die Gewalt fast schon wie eine groteske Kunstform. Subtil ist daran überhaupt nichts. Aber subtil war Warhammer 40.000 schließlich noch nie.

Das Arsenal fällt entsprechend abwechslungsreich aus. Neben klassischen Boltern stehen unter anderem Schrotflinten, Plasmawaffen und besonders zerstörerische Spezialwaffen bereit. Jede besitzt ihren eigenen Charakter und verlangt abhängig von Gegner und Situation nach einem etwas anderen Vorgehen. Besonders schön ist, dass die Waffen nicht nur mächtig aussehen, sondern sich auch tatsächlich mächtig anfühlen.

Dabei sollte man sich keineswegs zu sicher fühlen. Trotz der enormen Feuerkraft können die Gefechte ziemlich fordernd werden. Wer unvorsichtig in eine Gegnergruppe stürmt oder die eigene Positionierung vernachlässigt, findet sich schnell am letzten Speicherpunkt wieder.

Indes entsteht aus genau dieser Mischung aus Geschwindigkeit, Wucht und permanenter Gefahr ein bemerkenswerter Spielfluss. Boltgun 2 belohnt aggressives Vorgehen, verlangt aber gleichzeitig genügend Aufmerksamkeit, damit aus dem vermeintlich unbesiegbaren Krieger keine ziemlich kurze Fußnote in der Geschichte des Imperiums wird.

Mehr Gegner, bessere Level, weniger Leerlauf

Eine der wichtigsten Verbesserungen betrifft die Abwechslung. Während der Vorgänger gerade mit zunehmender Spielzeit unter seinen häufig ähnlichen Gegnern und verwinkelten Leveln litt, präsentiert sich Boltgun 2 deutlich vielseitiger.

Diesmal bekommen wir es mit den Anhängern aller vier großen Chaosgötter zu tun. Die Schergen von Khorne, Nurgle, Tzeentch und Slaanesh bringen unterschiedliche Fähigkeiten, Angriffsweisen und Erscheinungsbilder mit. Dazu gesellen sich schwer gepanzerte Gegner, dämonische Kreaturen sowie kleinere und größere Bossgegner.

Manche Feinde stürmen blindlings auf uns zu, andere attackieren aus der Distanz oder setzen besondere Fähigkeiten ein, die unsere Beweglichkeit einschränken. Dadurch müssen wir wesentlich häufiger auf die jeweilige Situation reagieren, statt lediglich immer wieder dieselbe Angriffsroutine abzuspulen.

Auch die Schauplätze fallen abwechslungsreicher aus. Mal kämpfen wir uns durch düstere Industrieanlagen oder Raumstationen, dann wieder über verwüstete Planetenoberflächen, durch eisige Gebiete, Sümpfe oder von dämonischer Architektur geprägte Landschaften. Besonders gelungen sind die größeren Areale, in denen ganze Gegnerhorden auf uns warten und gelegentlich sogar verbündete Soldaten am Kampf teilnehmen.

Das Leveldesign wurde ebenfalls sinnvoll überarbeitet. Zwar gehören die Suche nach Schlüsseln, kleinere Sprungpassagen und versteckte Geheimnisse weiterhin zum festen Bestandteil, doch die Orientierung fällt deutlich leichter. Eine neue Übersichtskarte hilft dabei, den Überblick zu behalten, während eine zuschaltbare Navigationshilfe den Weg zum nächsten Missionsziel weist.

Damit reduziert sich eines der größten Probleme des Vorgängers erheblich: Das minutenlange Umherirren durch bereits gesäuberte Korridore. Stattdessen verbringen wir wesentlich mehr Zeit mit dem, was Boltgun am besten kann – nämlich Schießen, Schießen und gelegentlich noch ein bisschen mehr Schießen.

Ganz verschwunden sind die altmodischen Eigenheiten allerdings nicht. Einige Arenakämpfe wiederholen sich in ihrer Struktur, kleinere Plattformpassagen wirken eher wie Pflichtübungen und manche Schauplätze bleiben trotz neuer Kulissen ziemlich trist. Dennoch ist die Verbesserung gegenüber Teil eins deutlich spürbar.

Ein kurzer Feldzug mit erstaunlich viel Wiederspielwert

Besonders positiv überrascht der Umfang. Auf den ersten Blick wirkt die Kampagne mit ungefähr fünf bis sechs Stunden zwar nicht sonderlich lang. Allerdings steckt in Boltgun 2 deutlich mehr, als ein einzelner Durchgang vermuten lässt.

Von der Brücke unseres Schlachtschiffes wählen wir die nächsten Einsätze aus. An bestimmten Punkten der Kampagne müssen wir uns zwischen unterschiedlichen Missionen entscheiden, wodurch alternative Level und teilweise auch andere Bossgegner zunächst verborgen bleiben. Wer sämtliche Schauplätze erleben möchte, kommt um einen weiteren Durchgang also kaum herum.

Hinzu kommen die beiden spielbaren Figuren mit ihren unterschiedlichen Waffen und Fähigkeiten. Zusammen mit vier jederzeit anpassbaren Schwierigkeitsgraden ergibt sich eine erfreulich hohe Motivation, erneut in den Kampf zu ziehen.

Auch die zahlreichen Geheimnisse tragen dazu bei. Versteckte Bereiche belohnen aufmerksame Spieler mit besonderen Boni, darunter zeitweise unbegrenzte Munition oder zusätzliche Überlebensmöglichkeiten. Gerade weil die Kämpfe so viel Spaß machen, lohnt es sich, die Level genauer zu erkunden.

Damit entwickelt Boltgun 2 eine angenehme Balance zwischen überschaubarer Kampagnendauer und langfristiger Beschäftigung. Wer lediglich einmal die Geschichte abschließen möchte, bekommt einen kompakten Actiontrip. Wer hingegen beide Figuren ausprobieren und sämtliche Missionen entdecken will, kann gut zehn bis zwölf Stunden investieren.

Für mich ist das ein echter Pluspunkt. Nicht jedes Spiel muss schließlich eine 80-stündige Kampagne besitzen, um seinen Preis zu rechtfertigen (manchmal reicht es völlig, wenn man nach zehn Stunden noch immer begeistert auf die Feuertaste hämmert).

Pixelblut, Metal und technische Stolpersteine

Optisch bleibt Boltgun 2 seiner Retro-Ästhetik kompromisslos treu. Grobe Texturen, kantige Umgebungen und zweidimensionale Gegner-Sprites erinnern unmittelbar an die Ego-Shooter der Neunzigerjahre. Auf Wunsch lässt sich dieser Eindruck durch zusätzliche Grafikfilter sogar noch verstärken.

Die Pixelart ist dabei wirklich gelungen. Gerade die Charaktermodelle, Waffen und grotesken Chaoskreaturen besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. Zusammen mit den düsteren Industrieanlagen und den übertriebenen Gewaltexzessen entsteht eine Atmosphäre, die hervorragend zum Warhammer-Universum passt.

Allerdings kann dieser Stil auf Dauer auch ermüden. Trotz der abwechslungsreicheren Schauplätze dominieren häufig ähnliche Farbwelten, grobe Oberflächen und eine bewusst unübersichtliche Bilderflut. Gerade während besonders hektischer Gefechte ist es nicht immer leicht, sämtliche Gegner und Geschosse sofort zu erkennen. Wer mit Retro-Grafik grundsätzlich wenig anfangen kann, wird hier kaum glücklich werden.

Akustisch überzeugt das Spiel dafür umso mehr. Der wuchtige Sound der Waffen und der von Mick Gordon geprägte Soundtrack unterstreichen die brachiale Inszenierung hervorragend. Gerade in größeren Gefechten verschmelzen Musik, Explosionen und Schüsse zu einem regelrechten Klanggewitter.

Technisch präsentiert sich Boltgun 2 überwiegend solide und läuft auch bei zahlreichen Gegnern angenehm flüssig. Ganz fehlerfrei ist der Shooter allerdings nicht. Gelegentlich können Sturmangriffe an der Levelgeometrie hängen bleiben, während vereinzelte Probleme mit Gegner-KI und Bewegung das Spielerlebnis stören. Besonders ärgerlich sind Situationen, in denen sich eine Figur plötzlich nur noch stark verlangsamt bewegen lässt und ein älterer Spielstand geladen werden muss.

Fazit

Warhammer 40.000: Boltgun 2 macht vieles richtig, was seinem Vorgänger noch im Weg stand. Die größere Gegnervielfalt, das verbesserte Leveldesign und die beiden spielbaren Figuren sorgen für deutlich mehr Abwechslung. Besonders die alternativen Missionen und der damit verbundene Wiederspielwert gefallen mir ausgesprochen gut.

Das Wichtigste bleibt indes unangetastet: Dieses herrlich wuchtige Gefühl, als Space Marine durch die Level zu marschieren und die Mächte des Chaos mit einem absurd befriedigenden Waffenarsenal zu zerlegen. Die Pixeloptik kann auf Dauer etwas anstrengend werden, die Geschichte bleibt nebensächlich und kleinere technische Probleme trüben gelegentlich den Spielfluss. Doch als Warhammer-Fan bekomme ich hier genau das, was ich mir von einem Boltgun-Nachfolger wünsche: Mehr Action, mehr Abwechslung und vor allem noch mehr wunderbar spratzige Feuergefechte. Für den Imperator!

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